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Science
08/21/2020

Killer-KI lässt menschlichen Piloten in Luftkampf keine Chance

Der F-16-Pilot der US Air Force musste sich in dem virtuellen Luftkampf mit 0:5 geschlagen geben.

DARPA, die Forschungsabteilung der US-Armee, hat einen Luftkampfwettbewerb veranstaltet. Darin traten nicht menschliche Piloten gegeneinander an, sondern künstliche Intelligenzen.

Laut der DARPA wurde der Wettbewerb veranstaltet, damit mehr KI-Entwickler für das Air Combat Evolution-Programm (ACE) gewonnen werden können. Dessen Ziel ist es „den Luft-zu-Luft-Kampf zu automatisieren und das Vertrauen zwischen Mensch und Maschine zu verbessern“.

Menschenrechtsvertreter kritisieren diese Bemühungen. Hier würde eine Killer-KI entwickelt werden, die das Töten von Menschen künftig automatisiert übernimmt. Wenig überraschend hat die DARPA den Wettbewerb dennoch veranstaltet.
 

Im Livestream wurde die letzte Runde des Bewerbs ausgetragen. Zuerst traten die KIs mit simulierten F-16-Flugzeugen gegeneinander an. Erlaubt war lediglich die Nutzung der Bordkanone, keine Lenkraketen. Die KI von Heron Systems setzte sich hier schlussendlich gegen die KI von Lockheed durch.

Im Finale (im Video ca. ab 4:40) trat ein menschlicher Pilot der US Air Force gegen die Heron-KI an. Er trug dazu ein Virtual-Reality-Headset und nutzte einen Joystick, der auf derselben Position wie bei der echten F-16 montiert war.

Klarer Sieger

Die KI besiegte ihn mit 5:0. Lediglich in der letzten Runde hielt der menschliche Pilot länger durch, weil er seine Taktik änderte. In einem realen Luftkampf würde es natürlich keine mehreren Runden geben.

Während des Turniers durften die KIs nicht lernen. So sollte verhindert werden, dass eine KI sich bei einer anderen was abschaut und dadurch am Ende einen Vorteil gegen den menschlichen Piloten hat. Einige der Teams empfanden das als unfair, da ja der menschliche Pilot auch von der KI lernen und sich so auf deren Taktik einstellen konnte.

12 Jahre Erfahrung

Nach dem Luftkampf hat Heron System noch ein Q&A veranstaltet. Darin sagten sie, dass ihre KI mindestens 4 Milliarden Simulationen durchlaufen hat. Man könne das mit mindestens 12 Jahren Erfahrung vergleichen.

Für den Betrieb der KI reiche ein Grafikchip, wie der Nvidia Tegra. Dadurch könnten Flugzeuge oder Drohnen leicht damit nachgerüstet werden. Zusätzlich wird Hardware für die Echtzeit-Bilderkennung benötigt. Da die Luftkämpfe rein als Simulation geführt wurden, war die Entwicklung und Bereitstellung solcher Hardware für den Bewerb nicht nötig.

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