© Martin Gerten, dpa

Science
06/16/2020

Klospülung kann Viren meterhoch in die Luft schleudern

Ob eine Übertragung des Coronavirus auf diese Weise möglich ist, bleibt vorerst unklar.

Forscher haben herausgefunden, dass Viren unter anderem auch SARS-CoV-2 – beim Bedienen der Klospülung bis zum Kopf und darüber in die Luft geschleudert werden können. 

Vom Boden aufwärts können sie bis zu 91 Zentimeter nach oben wandern, wie die Computersimulation an der Yuangzhou University berechnet hat.

Abwasser erforscht

Im Fall von Corona ist eine Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen oder gar Sprechen der primäre Übertragungsweg. Das Virus kann aber auch über kontaminierte Objekte übertragen werden. 

Laut BBC sind Spuren des Virus auch in Körperausscheidung von infizierten Personen nachweisbar. Bislang ist aber noch nicht klar, ob die Krankheit über die Virenverbreitung beim Spülen übertragen werden kann. Weltweit finden Forschungen zu Abwasser statt, um mehr darüber zu erfahren, wie sich Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben könnten.

Deckel zuklappen

Laut Ji-Xiang Wang sind die Tröpfchen beim Klospülen so klein, dass sie länger als eine Minute in der Luft bleiben. Als Präventivmaßnahme helfe nicht nur das Zuklappen des Klodeckels, sondern auch das Reinigen des Sitzes oder anderer Stellen wie der Spülknopf, mit denen der Mensch am WC oft Kontakt hat.

Jedenfalls können auf diese Weise andere Viren abgeblockt werden, die aufgrund einer unzureichenden WC-Hygiene übertragen werden können. Man spricht dabei von einer fäkal-oralen Infektion. In der Regel meint dies eine Infektion mit einem Erreger aus dem Darm oder aus kontaminierten Lebensmitteln, die durch den Mund in den Organismus gelangen.

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