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© APA/AFP/NASA/JPL-CALTECH/HANDOUT / HANDOUT

Science

Mars-Helikopter erreicht Meilenstein, trotz technischer Probleme

Die NASA vermeldet, dass Ingenuity auf dem Mars einen Meilenstein erreicht hat. Bei seinem 17. Flug hat der Helikopter die 30-Minuten-Marke überschritten.

Insgesamt ist Ingenuity jetzt 30 Minuten und 48 Sekunden in der dünnen Marsluft geflogen. In den 17 Flügen hat er 3.592 Meter zurückgelegt. Die höchste Flughöhe betrug 12 Meter, die höchste Geschwindigkeit 16 km/h.

Schreckmoment bei Flug 17

Eine Weile war nicht klar, ob Ingenuity diesen Meilenstein unbeschadet überstanden hat. Beim 17. Flug, der am 5. Dezember stattgefunden hat, gab es nämlich technische Probleme. Als der Helikopter zur Landung ansetzte, riss die Datenverbindung ab.

Dies hätte eine Zeichen für einen Absturz oder eine harte Landung sein können, bei der der Helikopter beschädigt wurde. Am 10. Dezember konnten jedoch wieder Daten empfangen werden. Kurz darauf konnte die NASA verkünden, dass Flug 17 erfolgreich war und es Ingenuity gut geht.

Mars-Helikopter anfällig für Log4Shell

In den sozialen Medien wurde gescherzt, ob die Netzwerkprobleme des Mars-Helikopters mit der Sicherheitslücke Log4Shell zu tun haben. Diese wurde am 9. Dezember publik gemacht, soll aber schon in den Tagen und Wochen davor für Cyberangriffe genutzt worden sein.

Ingenuity nutzt tatsächlich die Software Log4j, in der die gefährliche Sicherheitslücke Log4Shell gefunden wurde. Im Juni hat das Apache, der Hersteller der Software, stolz auf Twitter verkündet. Ingenuitys Kommunikationsprobleme dürften aber nicht mit Log4Shell zu tun haben.

Beim nächsten Flug senkt die NASA die Datenrate von Ingenuity, damit das Signal stabil bleibt. Sollte das nicht gelingen, könnte es laut der NASA Tage oder Wochen dauern, bis Ingenuity und Perseverance wieder eine Sichtlinie haben, die gut genug für die Datenübertragung ist.

Der Mars-Rover dient als Relay für den Helikopter. Er empfängt die Daten von Ingenuity und leitet sie zur NASA weiter.

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