COVID-19 vaccination at the vaccination reference center in Zurich

© REUTERS / ARND WIEGMANN

Science

Moderna-Chef: Impfstoffe vermutlich weniger wirksam gegen Omikron

Der Chef des US-Pharmakonzerns Moderna, Stephane Bancel, rechnet damit, dass die gegenwärtigen Corona-Impfstoffe wahrscheinlich nicht so wirksam gegen die neue Omikron-Variante sein dürften wie gegen die bisher dominierende Virus-Variante Delta. Von einer Wirksamkeit wie bei der Delta-Variante gehe er derzeit nicht aus, sagt Bancel zur Financial Times.

"Ich denke, es wird ein erheblicher Rückgang sein. Ich weiß nur nicht, wie viel, weil wir die Daten abwarten müssen. Aber alle Wissenschaftler, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: 'Das wird nicht gut sein'."

Nicht mit der Impfung zuwarten

Diverse Impfstoffhersteller - darunter Johnson & Johnson, AstraZeneca, BioNTech und eben auch Moderna - prüfen aktuell eine Anpassung ihrer Vakzine auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus. Die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer rechnet damit, dass ein auf die neue Mutante optimierter Impfstoff "schon in 2 bis 3 Monaten" am Markt sein könnte.

Gleichzeitig empfiehlt von Laer aber, mit der Booster-Impfung "auf keinen Fall" bis zur Einführung eines Omikron-optimierten Impfstoffes zu warten. "Noch wissen wir viel zu wenig", sagt von Laer im Ö1-Morgenjournal. Fest stehe allerdings, dass Geimpfte besser vor der neuen Mutante geschützt seien, als noch ungeimpfte Personen. Eine Anpassung des Vakzins sei indes "jedenfalls notwendig - ob jetzt schon mit Omikron, oder später", ist sich von Laer sicher.

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