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NASA-Mathematikerin Katherine Johnson gestorben

Die Mathematikerin Katherine Johnson, die für die US-Raumfahrtbehörde NASA an der ersten bemannten Mondlandung 1969 mitarbeitete, ist im Alter von 101 Jahren gestorben. „Mit Trauer hat unsere NASA-Familie die Nachricht bekommen, dass Katherine Johnson heute Morgen im Alter von 101 Jahren gestorben ist“, schrieb NASA-Chef Jim Bridenstine am Montag per Kurznachrichtendienst Twitter. „Sie war eine amerikanische Heldin und eine Pionier-Legende, die nie vergessen werden wird.“

Johnson gehörte zu einer kleinen Gruppe afro-amerikanischer Frauen, die für die NASA ab den 50er Jahren komplizierteste Berechnungen für Raumfahrt-Missionen weitgehend ohne Hilfsmittel durchführte. Ihre Job-Beschreibung lautete "Computer". Sie berechnete die Flugbahn für den ersten US-Amerikaner im Weltall, Alan Shepard. Auch nachdem die NASA elektronische Computer nutzte, bat John Glenn sie, die Berechnungen zu überprüfen. Er war der erste Amerikaner, der 1962 mit einem Raumschiff die Erde umkreiste.

"Unerkannte" Heldin

Bis 1986 arbeitete Johnson für die NASA. Öffentlich erfuhr sie damals aber keinerlei Anerkennung für ihre Arbeit. Erst 2016 wurden Johnson und einige ihrer Kolleginnen durch den erfolgreichen Hollywood-Film „Hidden Figures“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. 

Johnson wurde 2015 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama mit der Freiheitsmedaille des Präsidenten, einer der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA, geehrt. Damals sagte sie: "Ich zählte alles. Ich zählte die Schritte bis zur Straße, die Treppen zur Kirche und wie viel Geschirr und Besteck ich abgewaschen habe ... alles, was man zählen konnte, hab ich gezählt." 

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