© NASA/Screenshot

Science
04/09/2020

NASA will aus Mondkrater gigantisches Teleskop machen

Die Rückseite des Mondes wäre bestens dafür geeignet, die Tiefen des Weltalls zu beobachten.

Teleskope sind auf der Erde zu finden und Teleskope sind im All zu finden. Warum aber nicht auf dem Mond? Dabei wäre der Erdtrabant bestens für Teleskope geeignet. Allein die Mondkrater hätten bereits die natürliche Form einer Teleskopschale.

Beim Ideenwettbewerb "NASA Innovative Advanced Concepts" (NIAC) hat sich die US-Raumfahrtagentur besonders für das "Lunar Crater Radio Telescope" (LCRT) auf der Rückseite des Mondes interessiert.

Teleskop auf der Mond-Rückseite

Das Konzept für ein Mond-Teleskop wurde dabei als Sieger prämiert und mit Fördergeldern ausgestattet. Die Idee stammt vom Robotikspezialisten Saptarshi Bandyopadhyay, der beim Jet Propulsion Laboratory der NASA arbeitet.

Um es in einem Krater auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes installieren zu können, müssten Roboter zu dem Erdtrabanten gebracht werden. Diese hätten dann die Aufgabe, den Krater zu verkabeln und ein entsprechendes Drahtgeflecht zu erstellen.

Zahlreiche Vorteile

In dem Konzept streicht Bandyopadhyay hervor, warum die Mond-Rückseite derart gut für Radio-Teleskope geeignet wäre. So würde der Mond eine Art natürliches Schutzschild formen und das Teleskop vor menschengemachten Funkstörungen isolieren. Außerdem könnten Satelliten nicht dazwischenfunken und während der Mond-Nacht wäre das Teleskop auch vor Störeinflüssen der Sonne geschützt.

Die Idee für das Mond-Teleskop ist eines von 23 Konzepten, die von der NASA im Rahmen des NIAC unterstützt werden. Die NASA streicht hervor, dass es sich hierbei um reine Konzepte handelt, deren Realisierung - sofern es überhaupt soweit kommt - 10 Jahre und mehr benötigen würden.

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