China's lunar rover Yutu-2 or Jade Rabbit 2 rolling onto the far side of the moon taken by the Chang'e-4 lunar probe is seen in this image provided by China National Space Administration

© REUTERS / CHINA STRINGER NETWORK

Science
03/04/2020

Chinas Mond-Rover macht überraschende Entdeckung

Der Mond-Rover Yutu-2 hat 40 Meter tief in den Mond-Boden geblickt. Zusammensetzung des Bodens verblüfft Wissenschafter.

Der chinesische Mond-Rover Yutu-2 hat auf der Rückseite des Mondes den Boden analysiert. Mit hochfrequentem Radar hat der Roboter 40 Meter tief in den Mond-Boden geblickt und ist dabei auf eine meterdicke Sand- und Staubschicht gestoßen.

Wie die Forscher im Wissenschaftsmagazin Science Advances erklären, zeigen die Daten von Yutu-2, dass sich der Mond-Rover an der Spitze einer 12 Meter dicken Schicht aus Mondstaub befindet. "Das ist eine Menge Regolith", wird David Kring vom Lunar and Planetary Institute in Houston, Texas von der New York Times zitiert. "Für uns ist das ein neuer Denkanstoß", so der Wissenschafter.

Meteoriten formten Boden des Mondes

Unterhalb dieser Staubschicht, in einer Tiefe von ungefähr 12 bis 24 Metern, seien größere Gesteinsbrocken festgestellt worden. Diese Gesteinsbrocken deuten auf einen Einschlag größerer Meteoriten beziehungsweise Asteroiden hin.

Die Forscher gehen davon aus, dass diese Einschläge auch für die feine, meterdicke Staubschicht verantwortlich sind. Unterhalb der größeren Gesteinsbrocken wechseln sich feine und gröbere Bodenschichten ab.

Komplexe Struktur

Diese neuen Forschungsergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung des Mondbodens höchst unterschiedlich ist. Im Gegensatz zur nun entdeckten Staubschicht, befand sich am Landeplatz des Rovers beziehungsweise seiner Raumsonde Chang’e 4 unter der Oberfläche eine dichte Lavaschicht, die auf ein vulkanisches Ereignis hindeutet.

"Die unterirdische Struktur am Landeplatz von Chang'e 4 ist komplexer und deutet auf einen völlig anderen geologischen Kontext hin", sagt Yan Su von der Chinese Academy of Sciences gegenüber New Scientist.