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Science

Neue Virus-Varianten in England und Südafrika nicht ident

Die in England und auch den Niederlanden entdeckte Virus-Mutation VUI2020/12/01 soll um 70 Prozent ansteckender als die bisherige, wie der britische Premierminister Boris Johnson unlängst mitteilte. Das bedeutet eine noch raschere Ausbreitung, die insbesondere im Süden und Osten Englands zu beobachten ist. Innerhalb kürzester Zeit wurden über 1.100 solcher Fälle in Großbritannien identifiziert, wie CNBC berichtet.

Auch in Holland soll die gleiche Variante Anfang Dezember entdeckt worden, wie das niederländische Gesundheitsministerium verkündet hat. Um eine verstärkte Ausbreitung der Mutation zu verhindern, hat die Niederlande ein Landeverbot für Passagiermaschinen aus dem Vereinten Königreich erteilt, das ab heute bis vorerst bis 1. Januar gilt, teilte die Regierung in Den Haag mit. Zusätzlich sollen auch neue Regelungen für andere Verkehrswege noch überprüft werden.

Ungeklärt bleibt vorerst, ob die Mutation gefährlicher ist und ob es die Immunantwort beeinflusst, wenn jemand bereits infiziert war oder geimpft wurde.

Unterschiedliche Mutationen

Am Freitagabend informierte auch der südafrikanische Gesundheitsminister Zweli Mkhize im Staatsfernsehen «SABC News», dass die Corona-Variante 501.V2 entdeckt wurde. Laut Ärzten in Südafrika infizierten sich während der zweiten Welle mehr jüngere Menschen und wiesen häufiger einen schweren Krankheitsverlauf auf. 

Die südafrikanische Variante ist laut Emma Hodcroft, genomische Epidemiologin am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern, aber nicht mit jener in England ident. Beide weisen zwar eine N501Y-Mutation auf, die Varianten seien aber divers und unterschiedlich aufgetreten. 

Grundsätzlich ist eine Virus-Mutation nicht außergewöhnlich – so mutieren etwa auch die Influenza-Erregerviren jedes Jahr. Der Grund, warum auch jährlich eine Impfung nötig ist. Was die Mutationen im Corona-Fall bedeutet, sei laut Hodcroft nun Gegenstand der Forschung. 

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