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Science
08/03/2020

Rätsel um Fast Radio Bursts: Neue Erkenntnisse zu Ursprung

Ein Neutronenstern liefert wichtige Daten zum Ursprung der bislang wenig erforschten Radioblitze.

Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam einen Fast Radio Burst (FRBs) – auch „schneller Radioblitz“ genannt – in unserer Milchstraße beobachtet. Sein Ursprung: Der Magnetar SGR 1935+2154. Der erste Radioblitz in unserer Galaxie wurde Ende April gemessen - nun wurde die Analyse der Messdaten in den Astrophysical Journal Letters veröffentlicht. 

„Das ist der erste beobachtbare Zusammenhang zwischen Magnetaren und Fast Radio Bursts“, sagt der Astrophysiker Sandro Mereghetti des italienischen National Institute for Astrophysik. Magnetare sind spezielle Neutronensterne, mit extrem starkem Magnetfeld. Sind sie aktiv, senden sie hochenergetische Strahlung aus. In diesem Fall hat er sogar einen extrem kurzen und intensiven Radiowellenblitz ausgesandt, wie es bei FRBs bekannt ist.

Kurzes Aufblitzen

Seit ihrer ersten Entdeckung im Jahr 2007 faszinieren die rätselhaften Fast Radio Bursts (FRBs) Astronomen in aller Welt. Die kosmischen Phänomene werden von Radioteleskopen als kurzes Aufblitzen registriert. Hinter diesen winzigen Abweichungen stehen allerdings Energieausbrüche von enormem Ausmaß. Innerhalb weniger Millisekunden wird dabei mehr Energie freigesetzt, als die Sonne in Jahrzehnten, teilweise sogar Jahrtausenden abgibt.

Die meisten FRBs sind singulär, manche wiederholen sich aber auch. Laut einer Expertengruppe aus Kanada wiederholte sich etwa das beobachtete Signal FRB 180916.J0158+65 alle 16 Tage. Auf eine viertägige Wach-Phase, in der mehrere Fast Radio Bursts (FRB) täglich gemessen wurden, folgt eine 12-tägige Ruhephase.

Schnelle Reaktion

Das ESA-Weltraumteleskop Integral hatte Ende April einen enormen Strahlungsausbruch bei dem Magnetaren SGR 1935+2154 aufgezeichnet. Mit dem Radioteleskop CHIME wurde gleichzeitig der besonders helle Radioblitz gemessen.

Eine schnelle Reaktion und das Messen der hellen Blitzes war daher möglich, weil das Überwachungssystem von Integral einen automatischen Alarm in den internationalen Observatorien auslöste. „Bis jetzt ist in der Milchstrasse noch nie die Quelle eines Fast Radio Burst lokalisiert worden“, sagt Meneghetti. Die Entdeckung könnte bei der weiteren Aufklärung dieses mysteriösen Phänomens helfen.

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