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© APA/AFP/Virgin Orbit/HANDOUT / HANDOUT

Science

Rakete von fliegender Boeing 747: Test scheitert

Der erste Testflug einer Trägerrakete der Raumfahrtfirma Virgin Orbit des britischen Milliardärs Richard Branson ist misslungen. Das Unternehmen schrieb am Montag (Ortszeit) auf Twitter, dass früh in der ersten Flugphase vor der kalifornischen Küste „eine Anomalie“ aufgetaucht sei.

Kurz nach dem Ausklinken der Rakete sei die Mission abgebrochen worden. „Wir werden mehr erfahren, wenn unsere Ingenieure den Datenberg ausgewertet haben, den wir heute gesammelt haben.“ Beim Test sei niemand verletzt worden. Das Trägerflugzeug, eine Boeing 747 namens Cosmic Girl, sei sicher auf dem Flug- und Raumfahrthafen in Mojave im US-Staat Kalifornien gelandet. Man habe trotzdem einen großen Schritt vorwärts gemacht.

Im Vorjahr wurde eine Rakete bereits in 10 Kilometer Höhe abgeworfen. Dieses Mal hätte sie zusätzlich zünden und in den Orbit fliegen sollen. Ein Video von dem aktuellen Test wurde bislang nicht veröffentlicht. Von dem ersten Testflug aus dem Juli 2019 gibt es Videoaufnahmen.

Virgin-Orbit-Manager William Pomerantz postete zumindest ein Foto und äußerte sich via Twitter zu dem Experiment. So schreibt er: "Ich werde heute Nacht schlauer ins Bett gehen als ich es beim Aufwachen war. Dafür bin ich dankbar und stolz auf das Team." Die Tests sollen weitergehen.

Sechs Jahre Entwicklung

Die sogenannte LauncherOne sei in der Lage, kleine bis mittlere Nutzlasten, die in etwa der Größe von Waschmaschinen entsprächen, ins All zu befördern. Die Rakete startet nicht aufrecht vom Boden aus, sondern unter dem Flügel der Boeing 747, die die Rakete auf eine Höhe von rund 10 600 Meter bringt. Dort zieht das Flugzeug dann hoch, richtet die Rakete zum Himmel aus, und dann soll LauncherOne starten. Das Haupttriebwerk soll zünden und die Rakete in die Umlaufbahn bringen.

Virgin Orbit

Virgin Orbit ist mit Bransons Weltraumtourismus-Unternehmen Virgin Galactic verbunden. Dieses Unternehmen hat das Ziel, Flüge ins Weltall für Kunden durchzuführen. Virgin Galactic befindet sich in einem harten Wettbewerb mit Rivalen wie Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos oder SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk, die ebenfalls Touristen in den Weltraum befördern wollen.

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