© Northrop Grumman

Science

Raumschiff erweckt schrottreifen Satelliten wieder zum Leben

Eine alter, eigentlich schrottreifer, Kommunikationssatellit konnte wieder in Betrieb genommen werden. Zu verdanken hat er das einem Raumschiff, das ihn wieder zum Leben erweckt hat. 

Intelsat 901 ist seit 2001 im Weltall und kümmerte sich lange um Telekommunikationsverbindungen über dem Atlantik. Bislang funktionierte er problemlos, allerdings ging ihm zuletzt der Treibstoff aus. Aus diesem Grund haben ihn seine Betreiber in einen “Friedhofsorbit” transportiert. Dort umkreisen auch andere alte Satelliten die Erde und kommen neuen Geräten nicht in die Quere.

Rettungsmission 

Neues Leben erlangte Intelsat 901 nun durch das Raumschiff  "Mission Extension Vehicle-1" (MEV-1) von Northrop Grumman. Es ist das erste einer Art und soll den Grundstein für “Satelliten-Services” legen. MEV-1 startete im Oktober und benötigte drei Monate, um zu Intelsat 901 zu kommen.

Im Februar dockte MEV-1 an den Satelliten an. Gemeinsam flogen sie in den neuen Orbit und Anfang April nahm Intelsat 901 seinen Betrieb wieder auf, wie der Betreiber am Freitag in einer Presseaussendung erklärte. MEV-1 bleibt nun 5 Jahre an den Satelliten angedockt, bevor es ihn wieder in seinen “Friedhofsorbit” bringen soll.

MEV-2

Intelsat ist mit dem Ergebnis der Mission so zufrieden, dass bereits der nächste “Wiederbelebungsflug” geplant wird. MEV-2 soll noch heuer starten und an Intelsat 1002 andocken. Auch diesem Satelliten geht mittlerweile der Treibstoff aus.

Wenn Satelliten länger eingesetzt werden können, reduziert das auch das Aufkommen von Weltraumschrott. Jener wird immer mehr zu einem Problem, da er für funktionierende Satelliten, Raumstationen und Raumschiffe durchaus zu einer Gefahr werden kann.

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