Science
10.11.2018

Sojus-Fehlstart macht Astronautin keine Sorgen

Der Unfall sei eine "Erfolgsgeschichte", weil die Rettungssysteme funktionierten.

Die US-Astronautin Anne McClain (39), die Anfang Dezember zur Internationalen Raumstation ISS starten soll, ist trotz des Fehlstarts der letzten Sojus-Trägerrakete zuversichtlich. "Ich wäre schon am Tag danach wieder in eine Sojus eingestiegen", sagte McClain am Freitag (Ortszeit) bei einer von der US-Raumfahrtbehörde NASA live übertragenen Fragerunde vor Journalisten. Der Vorfall sei kein Versagen, sondern eine "Erfolgsgeschichte" gewesen, weil die Rettungssysteme funktioniert und die beiden Astronauten unverletzt geblieben seien. "Ich habe Vertrauen. Sonst würde ich hier nicht sitzen, wenn ich nicht komplettes Vertrauen in die Raketensysteme hätte."

Der Unfall Mitte Oktober war der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos zufolge durch Schlamperei bei der Endmontage ausgelöst worden. Die Raumfahrer Sergej Owtschinin und Nick Hague konnten sich unverletzt retten. Astronautin McClain, eine frühere Helikopter-Pilotin, Rugby-Spielerin und Mutter eines kleinen Sohnes, soll am 3. Dezember gemeinsam mit einem russischen und einem kanadischen Kollegen an Bord einer Sojus zur ISS starten.