SpaceX successfully launches first US national security mission

© EPA / SPACEX / HANDOUT

Science
01/07/2020

SpaceX malt Satelliten schwarz an, um Sterne nicht zu verdecken

Unter den 60 Satelliten, die SpaceX am Montag in den Orbit geschossen hat, fällt einer völlig aus der Reihe.

SpaceX hat am Montag mithilfe einer wiederverwendeten Falcon-9-Rakete weitere 60 Starlink-Satelliten in den Orbit geschossen. Mit 180 Kleinsatelliten im Weltraum ist SpaceX damit zum größten privaten Betreiber aufgestiegen. Der aktuelle Launch am 6.1. war eine Premiere. Erstmals wurde nämlich ein Satellit nach oben geschossen, der mit einer speziellen schwarzen Beschichtung bearbeitet wurde.

Dunkler Satellit als Experiment

Der dunkle Satellit ist eine Reaktion auf Beschwerden von Astronomen hinsichtlich der Leuchtkraft der Satellitenflotte. So stört die Reflektion von Sonnenstrahlen auf der Satellitenoberfläche die Beobachtung des Weltraums. Mit mehreren Hundert Satelliten ist die Problematik derzeit noch überschaubar. Wissenschaftler fürchten allerdings, dass die Lichtverschmutzung durch die 42.000 geplanten Starlink-Satelliten die Beobachtung und Aufnahme über leistungsstarke Teleskope praktisch unmöglich macht.

Der schwarz eingefärbte Satellit ist ein erstes Experiment, um die Reflektion der Lichtstrahlen zu verringern und so die Arbeit der Astronomen zu erleichtern. Unklar ist allerdings, ob die dunkle Beschichtung die Hitzeentwicklung auf der Satellitenoberfläche begünstigt und daher die Lebensdauer und Funktionalität des Satelliten einschränkt. Sollte dieser Effekt nicht zu stark ausfallen und die Abdunkelung funktionieren, sollen künftig alle Satelliten mit dieser Beschichtung ins All geschossen werden.

Auch Amazon und andere Betreiber wollen ein riesiges Satellitennetz aufziehen, um die globale Internetversorgung aus dem All zu gewährleisten. Elon Musk hat bereits angekündigt, dass das Starlink-Netzwerk noch in diesem Jahr zumindest einen rudimentären Betrieb aufnehmen soll. Der SpaceX-Gründer hat zudem angekündigt, das Unternehmen wolle mit Astronomen zusammenarbeiten und diese genauer über die jeweiligen Standorte der Satelliten informieren.