© NASA Spaceflight

Science
05/30/2020

SpaceX: Raumschiff-Prototyp explodiert bei Test

Elon Musks Weltraumfirma muss einen Rückschlag hinnehmen. Der Antrieb des Raumschiffs Starship ging in Flammen auf.

Während die Welt am Samstag gespannt auf den zweiten Startversuch der bemannten SpaceX-Weltraummission zur Internationalen Raumstation ISS wartet, verlor das Unternehmen am Freitag einen weiteren Raketen-Prototypen in einem riesigen Feuerball. Kurz nach Zündung der Starship-Rakete, die in Zukunft Menschen zum Mars fliegen sollen, kam es zu einer Explosion, die von der Antriebsstufe wenig übrigließ. Auch die Testrampe dürfte beschädigt worden sein.

 

Alle Prototypen zerstört

Starship SN4 ist bereits der vierte Prototyp, den SpaceX bei derartigen Tests verloren hat. Bisher scheiterten alle Versuche daran, dass die mit Sauerstoff, Methan und Stickstoff gefüllten Tanks den enormen Druckverhältnissen nicht standhielten. Während bei einigen Versuchen die Hülle implodierte, gingen andere bei Explosionen in Flammen auf. Prototyp SN4 galt als vielversprechend, da er einige Vortests im Gegensatz zu anderen Prototypen erfolgreich absolviert hatte.

Während SpaceX und Elon Musk derartige Tests - selbst wenn sie scheitern - normalerweise schnell auf Twitter kommentieren, blieben die Twitter-Accounts nach der riesigen Explosion auf dem Testgelände in Texas still. Vermutlich wollte SpaceX am Tag des bemannten Raketenlaunches nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf den gescheiterten Test lenken. Auch die sonst von Musk gern geteilten spektakulären Bilder von explodierten Raketen machen sich am Tag eines bemannten Weltraumfluges vermutlich weniger gut.

Flug zum Mond und Mars

Mit dem Starship und seiner riesigen neuen Rakete sollen künftig Menschen und Fracht zum Mond transportiert werden. Dort soll eine Zwischenbasis für den Weiterflug zum Mars errichtet werden. Nach aktuellem Stand soll die erste bemannte Mission zum Mond 2025 stattfinden. Wäre der Test am Freitag erfolgreich gewesen, hätte SpaceX die Rakete in den kommenden Tagen in den Orbit geschickt.

Die Mission am Samstag mit der Hundertfach erprobten Falcon-9-Rakete zur ISS ist nicht gefährdet, da sie nicht in Texas, sondern im Kennedy Space Center in Florida stattfindet.

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