Science 22.03.2018

Sprechender Laser soll Menschen auf Distanz halten

NL-LIPE Laser-Experiment des US-Verteidigungsministeriums © Bild: YouTube

Das vom US-Militär entwickelte System NL-LIPE erzeugt mit Laser in großer Distanz Plasma-Bälle, die Geräusche und sogar Sprache erzeugen können.

Mit einer neuen Entwicklung des Joint Non-Lethal Weapons Development Program (JNLWD) des US-Verteidigungsministeriums können über große Distanzen Schallwellen erzeugt werden, die Menschen auf Distanz halten sollen. Die Entwicklung nennt sich Non-Lethal Laser-Induced Plasma Effect (NL-LIPE). Dabei werden mittels Laserstrahlen oszillierende Plasma-Bälle erzeugt, die besonders nervige oder gar furchteinflößende Geräusche erzeugen können. In naher Zukunft soll es sogar möglich sein, gesprochene Warnungen auf diese Weise zu übertragen.

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"Area Denial"

Wie auf Videos des JNLWD zu sehen ist, kann NL-LIPE eine große Bandbreite unterschiedlicher Geräusche erzeugen. Einige davon können sehr laut sein (über 140 Dezibel). Vom Techno-artigen Gehämmer bis zum hochfrequenten Quietschen scheint alles möglich. NL-LIPE soll künftig vom US-Militär als "Area Denial"-Werkzeug eingesetzt werden. Darunter sich nicht-tödliche Verfahren zu verstehen, um Menschen davon abzuhalten, bestimmten Gebieten - etwa Militärstützpunkten - näher zu kommen, berichtet Ars Technica.

( futurezone ) Erstellt am 22.03.2018