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23.03.2018

Staatspreis Innovation 2018: Sonderpreise für NEXTSENSE GmbH und voestalpine AG

Am Donnerstagabend wurde die W&H Dentalwerk Bürmoos GmbH mit dem Staatspreis Innovation ausgezeichnet. Neben dem Staatspreis wurden auch zwei Sonderpreise verliehen.

Im Rahmen der Staatspreis-Gala verleiht die Wirtschaftskammer Österreich den Sonderpreis ECONOVIUS an ein KMU, das sich durch besonders innovative Leistungen auszeichnet. Der diesjährige ECONOVIUS ging an die NEXTSENSE GmbH aus Graz für das Projekt „CALIPRI: Einzigartiges Messgerät für glühend heiße Stahlprofile“.

Der für Langgüter wie Stahlträger und Schienen verwendete Stahl erreicht bei der Fertigung Temperaturen von über 1.000 Grad Celsius, dennoch gilt es die Qualität während der Produktion laufend zu überprüfen. Bisher mussten dafür einzelne Proben ausgeschnitten, gekühlt und händisch mit Soll-Profilen verglichen werden. Im Falle von Fehlern am Walzgut wurde währenddessen laufend Ausschuss produziert.

Das CALIPRI RCX-Messgerät von NEXTSENSE ändert das: Basierend auf dem selbst entwickelten und patentierten CALIPRI-Prinzip werden Profile mittels Kamera und Laser berührungslos vermessen. Das Messgerät kann einfach in der Hand getragen werden, wertet durchgeführte Messungen binnen weniger Sekunden aus und kennzeichnet Abweichungen von vorgegebenen Werten durch farbliche Hervorhebungen in der Software. Dank dieser Technologie erhalten Walzwerke direkt im Anschluss an den Messvorgang einen Soll-Ist-Vergleich des Profils Ihrer Langgüter – mit einer Genauigkeit im Mikrometerbereich.

Sonderpreis VERENA

Mit dem von der VERBUND AG gestifteten Sonderpreis VERENA (VERBUND E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme, Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben.

Den diesjährigen VERENA erhielt die voestalpine AG aus Linz in Kooperation mit der Johannes-Kepler-Universität Linz für das Projekt „Geklebte Elektrobandpakete für hocheffiziente Elektromotoren“. Als Elektroband bezeichnet man einen magnetisierbaren Werkstoff, der unter anderem für Elektromotoren, etwa in Elektroautos, eingesetzt wird. Die voestalpine ist einer der EU-weit größten Anbieter von Elektroband und bedient zu einem Drittel die Autoindustrie. Sie hat ein Verfahren entwickelt, bei der Lamellen aus Elektroband in einem Prozess gestanzt, verklebt und vermessen werden.

In Kooperation mit der Johannes-Kepler-Universität Linz konnte im Rahmen einer Dissertation auch die in-line Vermessung der magnetischen Eigenschaften der Elektrobandpakete realisiert werden. Das vorbeschichtete Elektrobandprodukt ist mit der voestalpine-eigenen Verarbeitungstechnologie verschränkt und dadurch besonders effizient. Durch vollflächiges Verkleben wird das Blechlamellenpaket kompakter und freier gestaltbar, der Motor leiser und die Ummagnetisierungsverluste geringer.

 

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