Science
03/13/2019

Toyota präsentiert selbstfahrenden Mond-Rover

Die japanische Raumfahrtbehörde will bis 2029 einen Rover auf den Mond schicken, mit dem Astronauten die Oberfläche erkunden können.

Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) und Auto-Hersteller Toyota haben einen Mond-Rover präsentiert. Dieser könnte 2029 zum Mond geschickt und ab 2030 auch von Astronauten genutzt werden. Die im Rahmen eines Symposiums präsentierte Rover-Studie soll dank Brennstoffzellen mehr als 10.000 Kilometer weit fahren können und wird über ausklappbare Solarzellen geladen.

Das dreiachsige Fahrzeug ist 6 Meter lang, 5,2 Meter breit sowie 3,8 Meter hoch und bietet einen 13 Quadratmeter großen Innenraum, auf dem dank Druckausgleich zwei Astronauten ohne Schutzanzug Platz finden sollen. In einem Notfall können auch bis zu vier Personen beherbergt werden. Das Fahrzeug kann wahlweise von den Astronauten direkt oder der Raumfahrtbehörde aus der Ferne gesteuert werden. Zudem gibt es einen selbstfahrenden Modus, in dem der Rover autonom unterwegs ist.

Japan drängt in die Raumfahrt

Die Studie soll im Rahmen der Kooperation zwischen JAXA und Toyota weiterentwickelt werden und nach Möglichkeit zu einem funktionsfähigen Rover führen. Japan hat ehrgeizige Ziele in der Raumfahrt.

Bereits 2017 kündigte man an, dass man bis 2030 auf dem Mond landen wolle. Im Februar gelang der Raumsonde Hayabusa2 zudem die Landung auf dem Asteroiden Ryugu, die bis Ende 2020 die entnommenen Proben zur Erde zurückbringen soll. Im Vorjahr stellte man zudem einen Rekord für die bislang kleinste Trägerrakete auf, die einen Satelliten in den erdnahen Orbit bringen konnte.