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Start-ups
07/19/2019

Dieses Elektroauto parkt auf der Wand um Platz zu sparen

Das Dreirad-Elektroauto Nobe aus Estland ist ein Leichtgewicht und kann bei Bedarf vertikal geparkt werden.

Ein Start-up aus Estland hat mit seinem Elektroauto Nobe einen echten Hingucker produziert. Unter dem Motto "Motoring classy again" (etwa: Endlich wieder mit Stil Autofahren) wurde ein Gefährt auf drei Rädern geschaffen, das wie ein Oldtimer aus den 70er-Jahren aussieht, aber besonders umweltfreundlich sein soll. Das Basismodell Nobe 100 bringt nur 600 Kilogramm auf die Waage, wodurch es mit einem 21-kWh-Akku 210 Kilometer weit kommen soll.

Sonnendach

Im gleichen Retro-Look, aber mit abnehmbaren Sonnendach, kommt das Modell Nobe 100GT daher. Es enthält einen 25 kWh Lithium-Ionen-Akku und kommt 260 Kilometer weit. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h. Der Motor hat eine Maximalleistung von 72 kW (98 PS).

Gecko Parking

Beide Nobe-Modelle können bei Bedarf aufgrund ihres geringen Gewichts auch vertikal geparkt werden. Das so genannte "Gecko Parking" wird mit Hilfe eines speziellen Gestells bewerkstelligt. Das Aufladen des Autos erscheint logisch, wie es jedoch in die Höhe gezogen wird - sodass es beispielsweise an einer Hauswand hängt - ist unklar.

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Nachhaltigkeit

Wie Electrek berichtet, soll der Nobe durch Austauschbarkeit sämtlicher Hardware-Teile besonders nachhaltig sein. Batterien, Motor und Karosserieteile können angeblich einfach abmontiert und künftig gegen verbesserte Versionen getauscht werden. Besonders günstig sind die Nobe-Elektroautos allerdings nicht. Der Nobe 100 wird um 31.000 Euro angeboten, der Nobe 100GT um 40.000 Euro - Steuern und Transport nicht inkludiert.

Kuscheln

Wer endlich wieder stilvoll Autofahren will, muss also eine relativ dicke Brieftasche haben und erhält dafür ein kleines Auto, dessen Vorzüge das Start-up in witzigen Videos hervorhebt. Mit einem Nobe falle man etwa garantiert auf der Straße auf und sorgt für lächelnde Mitmenschen. Außerdem könne man im zweisitzigen Gefährt besonders gut kuscheln.

Crowdfunding

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo sucht Nobe nun Unterstützer für sein Fahrzeugprojekt. Über 88.000 Euro will man dabei einnehmen. Noch hält sich die Anzahl der Geldgeber in Grenzen. Wer 25.715 Euro hinlegt, erhält den Nobe 100 immerhin deutlich billiger und kann ab Jänner 2021 mit seinem neuen Elektroauto rechnen.

Ein Elektroauto mit visueller Anlehnung an kleine Oldtimer zu konstruieren ist keine absolute Neuheit. Vorgemacht hat das etwa das Schweizer Unternehmen Micro Mobility Systems mit seiner BMW-Isetta-Neuauflage Microlino. Auch bei diesem Fahrzeug wird die Eignung als rollende Kuschelecke betont.

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