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07/09/2019

Der elektrische Mini Cooper SE enttäuscht Auto-Fans

BMW hat die lang erwartete Elektro-Variante des Mini vorgestellt. Die technischen Daten sorgen nicht für Begeisterung.

Seit Monaten hat BMW die Elektro-Variante des Mini angeteast, jetzt wurde der Mini Cooper SE offiziell vorgestellt. Mini-Fans und E-Auto-Begeisterte zeigen sich enttäuscht.

Einer der Hauptkritikpunkte ist die Reichweite. Je nach Reifenbreite gibt BMW diese mit 235 bis 275 Kilometern an. Laut heise.de wurde die Reichweite zwar im neuen Messsystem WLTP gemessen, aber auf das alte System NEFZ zurückgerechnet. Im Alltag sollen demnach wohl nur 150 bis 200 Kilometer Reichweite möglich sein.

Ebenfalls enttäuscht zeigen sich die User in Foren und sozialen Netzwerken von den technischen Daten. Obwohl der Elektro-Frontmotor 135 kW (184 PS) Leistung bringt, braucht der Mini Cooper SE von 0 auf 100 km/h 7,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird zudem bei 150 km/h abgeriegelt. Die Standard-Version des Benziner Mini Cooper hat zwar nur 136 PS, ist mit 8 Sekunden aber nicht viel langsamer beim Beschleunigen und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.

Auch der Preis sorgt für Kritik. In Deutschland kostet der Mini Cooper SE mindestens 32.500 Euro. Das sind über 10.000 Euro mehr als der günstigste Mini Cooper mit Benzinmotor. Dafür sind beim Elektro-Mini aber Klimaautomatik, per App steuerbare Standheizung und -kühlung, LED-Scheinwerfer und ein zweistufiges Rekuperationssystem enthalten.

BMW verspricht ein "spritziges Fahrgefühl" beim Mini Cooper SE. So wiegt er, trotz Akku, lediglich 145 kg mehr als die Benzin-Variante. Weil die Akkus im Fahrzeugboden integriert wurden, wird das Kofferraumvolumen nicht eingeschränkt. Zudem verlagert sich so der Schwerpunkt um 30 mm nach unten, wodurch der Elektro-Mini besser auf der Straße liegen soll als der Benziner. Auch die Gewichtsverteilung mit 54 Prozent vorn und 46 Prozent hinten soll besser sein als beim Benzin-Modell.

Von außen her gibt es kaum Unterschiede zu den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Lediglich der Kühler-Grill und der fehlende Auspuff verraten die Elektro-Variante. Weil es kaum Unterschiede gibt, kann der Mini Cooper SE auf der Produktionslinie des normalen Mini Cooper in Oxford gebaut werden. In Österreich soll der Mini Cooper SE ab dem 7. März 2020 verfügbar sein. Der Preis für Österreich wird noch bekannt gegeben. Vermutlich wird er etwas höher als der Preis für Deutschland (32.500 Euro) sein.