Start-ups
28.05.2015

Pioneers 2015: Wir bloggen für Start-ups

In unserem Live-Blog präsentieren wir während des Pioneer-Festivals die interessantesten Start-ups und informieren über andere Highlights der Veranstaltung.

Von 28. – 29. Mai findet in der Wiener Hofburg bereits zum vierten Mal das Pioneers Festival statt. 2.500 Teilnehmern werden Vorträge und Veranstaltungen zu den Themen Zukunftstechnologie und Entrepreneurship geboten. Vertreten sind dabei zahlreiche Unternehmen und Persönlichkeiten, die sich vorgenommen haben, die Welt zu verändern. Darunter etwa das Unternehmen Hyperloop, das einen Überschallzug entwickelt (die futurezone hat berichtet). Die futurezone ist mit einem Großaufgebot an Redakteuren vertreten und wird live von der Veranstaltung berichten.

Neben der Präsentation von vielversprechenden Start-ups und interessanten Ideen werden wir versuchen euch in unserem Blog Eindrücke aus der Hofburg zu vermitteln. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir zudem Interviews mit einigen schillernden Persönlichkeiten publizieren, die wir auf dem Festival treffen werden. Aber auch Start-ups können jederzeit zum futurezone-Stand (im Foyer, rechts neben den Stiegen) vorbeikommen, wir werden über euch in unserem Blog berichten.

StartAlps

Wien mag als Start-up-Hochburg in Österreich gelten, doch auch in den anderen Bundesländern gibt es erfolgsversprechende Start-ups. Der neugegründete Verein StartAlps will nun die Szene in Tirol stärker vernetzen. Dazu berichten sie regelmäßig auf ihrem Blog über Tiroler Start-ups, Veranstaltungen und geben Tipps.

„Jene Start-ups, die größer werden wollen, gehen meistens nach Wien oder Berlin. Wir wollen ihnen zeigen, dass es sich bezahlt macht, hier zu bleiben“, so Bettina Herz von StartAlps. Neben dem Blog soll es auch regelmäßige Meet-ups und Veranstaltungen geben, wie zum Beispiel die SkINNOvation.

Zirb

Bereits das Vorarlberger Start-up „Die Koje“ setzt auf die angeblich beruhigende Wirkung von Zirbenholz, nun folgt das Tiroler Start-up Zirb. Diese bieten ab sofort einen Raumlüfter aus Zirbenholz an, der den Duft der kostspieligen Holzsorte im Raum verbreiten soll. Das kleinste Modell soll 290 Euro kosten, das etwas leistungsfähigere Modell 390 Euro. Dieses kann bis zu 60 Kubikmeter Luft pro Stunde reinigen.

Der Lüfter ist patentiert und ab Ende Juni im Webshop erhältlich. Die Späne müssen zwei bis drei Mal pro Jahr getauscht werden, eine Packung für das mittlere Modell kostet 25 Euro.

Pixxers

„Die große Foto-Agenturen verarschen die Kunden“: Das österreichische Start-up Pixxers nimmt kein Blatt vor dem Mund. In Anbetracht der Ziele kein Wunder, man will nichts geringeres als Stock Photos überflüssig machen. Auf Pixxers.com können sich sowohl Fotografen als auch Kreative registrieren. Statt nach fertigen (und oft unfreiwillig komischen) Bildern zu suchen, können sich Nutzer ein Bild wünschen. Briefing, gewünschte Nutzungsrechte und Maximalpreis abgeschickt, schon machen sich zahlreiche Fotografen an die Arbeit.

Die Plattform existiert bereits seit vier Jahren, ein Relaunch Anfang Juni soll nun der Community neuen Schwung verleihen. Neben neuem Design und Funktionen soll es auch eine Flatrate geben, mit der man Zugriff auf die komplette Bibliothek erhält.

Yott.io

„Stell dir vor, du siehst dir ein Justin-Bieber-Konzert live im Fernsehen an und könntest mit ihm gemeinsam auftreten.“ Für manche mag das nach einem Albtraum klingen, die Tochter von Jon Lawrence war sofort von seinem Start-up Yottio begeistert. Das US-Start-up ist die „weltweit erste Echtzeit-Social-Video-App“. So ist es für jeden Zuschauer möglich, an der Live-Übertragung teilzunehmen - solange es die Produzenten der Sendung wünschen.

Laut Lawrence drohen keine Gefahren im Stil von Chatroulette: „Man kann natürlich vorher überprüfen, ob die Teilnehmer Hosen tragen.“ Bereits jetzt wird die Lösung bei einer US-Musik-Sendung eingesetzt, Lawrence hofft durch den Hype um Live-Streaming-Apps wie Periscope oder Meerkat auf neue Nutzer. Derzeit ist die Lösung noch auf professionelle Übertragungen beschränkt, zum Ende des Jahres soll es auch eine rein Software-basierte Lösung mit Abo geben.

Best Global Support

16:50 - Mit einer eigenen Plattform will Best Global Support die Ausschreibung und die Ausführung von Gelegenheitsjobs optimieren. Auftraggeber können online kurze Videos posten, in denen sie die jeweilige Aufgabe beschreiben können. Freelancer sollen diese Aufgaben dadurch schnell verstehen und ausführen können. Speziell Start-ups, die ihre Tätigkeiten skalieren wollen oder zusätzliche Mitarbeiter für bestimmte Projekte suchen, sollen davon profitieren. Am Pioneers Festival will Best Global Support Investoren gewinnen, sowie Partner und Kunden finden.

Startup Kitchen

16:36 - Lisa Fassl und Bernhard Hauser wollen einen neuen Treffpunkt etablieren, bei dem sich Start-ups und Investoren in informellem Rahmen kennenlernen können. Bei der Startup Kitchen wird miteinander gekocht. Diese Treffen sollen vierteljährlich stattfinden. Das erste Mal steht am 12. Juni in Wien bevor. Die Organisatoren selektieren die Teilnehmer vor, um Start-ups mit passenden Investoren zu verbinden. Jeder Teilnehmer zahlt pro Koch-Session rund 40 Euro. Die Teilnehmeranzahl ist auf insgesamt 15 Personen limitiert.

Pomodo

16:28 - Das österreichische Start-up Pomodo macht Wohltätigkeit beim Speisen in Lokalen möglich. Mit einer eigenen App schießen Kunden ein Foto ihrer Bestellung. Das Restaurant spendet daraufhin einen Betrag an die Kindernothilfe. Das Ganze kann mittels Social-Media-Sharing verbreitet werden. Restaurants soll sich dadurch eine neue PR-Möglichkeit erschließen. Einhundert Restaurants in Wien verwenden das System bereits. Die Summe, die das Restaurant pro gepostetem Foto spendet, wird zu 60 bis 70 Prozent an die Kindernothilfe weitergegeben. Der Restbetrag fließt in den Betrieb der App.

Machool

16:19 - Wir werden von Kamyar Asadibeiky besucht, dem Gründer und CEO von Machool Technologies. Das einzige kanadische Start-up am Pioneers Festival 2015 hat eine Art Terminal entworfen, das Paketsendungen zwischen verschiedenen Standorten großer Unternehmen einfacher gestalten soll. Das Produkt wird demnächst an das deutsche Großunternehmen SAP ausgeliefert. Unternehmen sollen mit der Lösung von Machool Technologies Zeit und Kosten sparen.

Appendino

16:13 - Das slowakische Start-up Appendino will eine Brücke bei den Online- und Offline-Shoppern im Modebereich schlagen. Durch eine App sollen Nutzer das vorhandene Angebot von Geschäften durchstöbern können, um anschließend gezielt Geschäfte zu besuchen. Dazu soll es personalisierte Coupons geben. Modegeschäfte sollen von Kundenanalyse im Big-Data-Stil profitieren. Erstmals angewendet soll Appendino in Bratislava werden. Danach will das Start-up in andere europäische Hauptstädte expandieren.

nextub

16:05 - Die Mobilapp nextub soll Fortgehen in fremden Städten einfacher machen. Lokale präsentieren sich auf der App und Nutzer können sich über Angebote und Parties informieren. Teilen sie der App mit, ein bestimmtes Lokal zu besuchen, so kann das System daraus lernen. Nach mehreren Lokalbesuchen hat die App den Geschmack des Nutzers erfahren und kann so gezielt Vorschläge machen.

In einer weiteren Ausbaustufe sollen sich verschiedene Nutzer miteinander verknüpfen können. Die App findet dann quasi den idealen gemeinsamen Party-Nenner. nextub ist derzeit nur in Großbritannien erhältlich. Aber auch in Österreich soll die Party-App bald erhältlich sein. Das ist Mitgründer Nicholas Ryan zu verdanken. Er hat eine Zeit lang in Graz gelebt und sieht Österreicher nun als ideale Zielgruppe für seine App.

Orderlord

15:59 - Der Slowake Branislav Kmet besucht uns am Stand, um uns über Orderlord zu erzählen. Sein Start-up versucht die Auslieferung von Restaurant-Bestellservices zu beschleunigen. Bestellte Speisen sollen dadurch wesentlich seltener ausgekühlt beim Kunden ankommen.

Nie wieder Terminprobleme: Gatherer

Die Gründerinnen von Gatherer haben in einer Umfrage herausgefunden, dass 93 Prozent bei der Findung eines Termins Probleme haben - trotz Doodle, etc. 2/3 haben sogar schon einen Termin abgesagt, weil es irgendwann zu mühsam war, einen gemeinsamen zu finden. “Das wollen wir lösen”, sagen Desiree Zottl und Carina Skladal. Zu fünft haben sie das Start-up Gatherer gegründet. “Eine App, die die ganze harte Arbeit für dich macht und Städtereisen, Geburtstage und alle anderen Erlebnisse, die du mit deinen Freunden teilen willst, plant.”

Die App integriert den Kalender, alles was man tun muss, ist die möglichen Daten auszuwählen und Leute aus dem Adressbruch wählen. Gatherer kümmert sich darum, dass die Einladung auch ankommt, egal welche Kanäle sie benutzen, WhatsApp, eMail etc. Gatherer erkennt in weiterer Folge, wer noch nicht abgestimmt hat und erinnert daran.

Gatherer ist gerade in der Startphase, im Juni startet die Beta-Version, die finale Version soll im September auf den Markt kommen.

Die digitalen Versicherungsmakler

Das Versicherungswesen ist eine der konservativsten Branchen. “Sie sind hoch undigitalisiert”, sagt Achim Hepp, einer der Gründer von Erste Digital. Sein Start-up Erste Digital will so etwas wie der Vermittler, die Schnittstelle, zwischen Versicherungen und den Versicherungsnehmern sein: Man gestaltet gemeinsam mit den Versicherungen Produkte für eine gewisse Zielgruppe und bietet auch die technische Lösung an, diese direkt an den Kunden zu bekommen. “Wir gehen genau dahin, wo die Kunden sind und bringen die richtigen Versicherungen zu ihnen, auf welchem Kanal auch immer.

Fit für Crowdfunding mit Crowdstars

“Viele Leute unterschätzen wie komplex es ist, ein Produkt und die Story dahinter so gestalten, dass eine Crowdfunding Kampagne auch tatsächlich erfolgreich wird”, sagenTobias Kohler und Tom Suberg vom Start-up Crowdstars. Eben hier setzt das 5-köpfige Team an: Sie helfen Start-ups dabei, ihr Produkt zu gestalten, zu vermarken, finanzielle Mittel zu sammeln - kurz, es fit für eine Crowdfunding Kampagne zu machen.

Eines der Unternehmen, dass sie bereits erfolgreich begleitet haben, ist Brewie - eine Bierbraumaschine für Zuhause. Knappe 223.000 US-Dollar wurden dafür auf IndieGogo gesammelt.

roomchooser

15:52 - Michael Sicher hat mit roomchooser.com eine Plattform geschaffen, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität bei der Suche nach Hotelzimmern unterstützen soll. Derzeit sind genaue Informationen zur Ausstattung eines Zimmers nur schwer aufzufinden. Auf dem Onlineportal kann man nach Hotelzimmern suchen, die speziell ausgestattet sind.

So kann man etwa nach Zimmern suchen, in denen es einen Hebelift oder Haltegriffe am WC gibt. Hotels können angeben, ob sie automatische Türen besitzen oder ob man mit Rollstuhl einchecken kann. Auch für blinde Menschen gibt es eigene Kriterien.

Roller-Sharing statt Carsharing

15:45 - Seit einem Monat gibt es in Wien ein neues Scooter-Sharing-System namens sco2t.com. Vom Prinzip her kann man dieses mit Free-Floating-Carsharingdiensten wie etwa Car2Go oder DriveNow vergleichen. Innerhalb der Stadt kann man sich mit einer Mobil-App Motorroller reservieren, damit herumfahren und sie anschließend irgendwo (innerhalb des Betriebsgebietes) abstellen.

Derzeit sind in Wien 25 Roller mit 50-Kubikzentimeter-Motor unterwegs. Demnächst sollen Roller mit 125ccm-Motoren dazukommen. Kunden zahlen pro gefahrener Minute 19 Cent. Der Hauptvorteil eines Rollers liegt auf der Hand: Noch schnelleres Vorankommen als mit einem Auto. Alle Roller sind mit einem Helm ausgestattet, den Kunden unter der Sitzbank vorfinden. Für kleines Gepäck gibt es Topcases am Heck. Außerdem sind alle Fahrzeuge mit einer Handyhalterung und einem USB-Port zum Aufladen von Mobilgeräten ausgestattet.

Die Dropbox der Bauindustrie

15:38 - Das australisch-dänisch-tschechische Start-up Glaass will Bauprojekte transparenter machen. Durch ein Online-Sharing- und -Kollaborations-Werkzeug sollen alle Teilnehmer eines Bauprojekts vernetzt werden. Der Zugang zu der gemeinsamen Plattform erfolgt über den Webbrowser.

Glaass - der Name wurde aufgrund der Transparenz des Materials gewählt - befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase. Derzeit befindet man sich auf Investorensuche, erzählt uns Lachlan Knight, einer der Gründer des Start-ups. Das zweite "a" im Namen habe man im Übrigen gewählt, damit man nicht von Google verklagt werde.

Tinder für Jobs

14:46 - Das österreichische Start-up JobSwipr funktioniert ähnlich wie Tinder, nur dass keine Liebschaften, sondern Anstellungsverhältnisse gesucht werden. "Acht von zehn Leuten suchen heute bereits Jobs am Smartphone, doch noch gibt es keine wirklich effiziente App dafür", meinen Karl Edlbauer und Daniel Laiminger, zwei der drei Gründer. Bei JobSwipr können Bewerber und Unternehmen "Matches" erhalten, wenn sie sich gegenseitig mögen.

In einem zweiten Schritt können Unternehmen bestimmte Aufgaben an die Jobkandidaten schicken, etwa eine Aufforderung für ein Motivationsschreiben oder ein Bewerbungsvideo. Diese Inhalte können Bewerber über die App hochladen und dem Unternehmen zukommen lassen. Die Idee zu JobSwipr ist erst vor zwei Monaten entstanden, erst vergangene Woche wurde der erste Testlauf gestartet. Derzeit werden über die App nur Jobs im betriebswirtschaftlichen Bereich vermittelt, im Sommer will man die Plattform auch auf andere Disziplinen ausrollen.

Nachrichten, immer und über alle Kanäle

“Content is King ist nicht mehr genug”, sagt einer der Gründer von orat.io Broadcasts, Bernhard Hauser. Und wirft damit einen Leitsatz der vergangenen Jahre in den Mistkübel. Heute geht es laut Hauser vor allem darum, wie der Content zu den Usern kommt.

Eben dieses Rätsel will sein Start-up orat. io nun für Firmen lösen - Axel Springer jedenfalls glaubt daran und holte die Gründer vergangenes Jahr in seinen Plug & Play Accelerator. Den Content bringt orat.io (lateinisch für diskutieren) über Mobile Messenger (Facebook, WhatsApp, Yo und Google Chrome) zum User. Durch orat.io sollen Nachrichten zielgerichtet zum User kommen.

Videostreaming für Unternehmen

14:45 - Das Klagenfurter Start-up bitmovin hilft Unternehmen dabei, hochwertige Streaming-Videos zu produzieren. Videos sollen auf unterschiedlichsten Geräten flüssig zum Laufen gebracht werden. Mit einem cloudbasierten System, das Videos auf verschiedenste Größen skalieren und in verschiedenste Formate transformieren kann, soll dies möglich werden. Ein eigener HTML-5-basierter Videoplayer soll es Unternehmen ermöglichen, Videos mit derselben Zuverlässigkeit wie bekannte Videoportale anzubieten.

Entstanden ist bitmovin an der Uni Klagenfurt. Das Start-up kann bereits einige erfolgreiche Projekte vorweisen. Die Ausrichtung ist global. Unter anderem hat bitmovin bereits erfolgreich mit Unternehmen aus den USA und Indonesien zusammengearbeitet. Das Pioneers Festival will Gerald Zankl von bitmovin vor allem zum Networken und zum Auffinden neuer Kunden nutzen.

Studenten mit Unternehmen verbinden

14:40 - Das österreichische Start-up Vendocr.at betreibt zwei Online-Plattformen, die der Vernetzung von Studenten und Unternehmen dienen. Auf Studify.at können Studierende Profile anlegen, bei denen sie ihr studentisches Leben bis in kleinste Details beschreiben können, von besuchten Kursen über Praktika und Interessen abseits der Uni. Unternehmen sollen dadurch leichter als bisher Kandidaten für Jobangebote oder Praktika finden.

Die Anmeldung für Studenten funktioniert nur mit einer gültigen Universitäts-E-Mail-Adresse. Dies soll die Qualität der studentisch-unternehmerischen Verbindungen gewährleisten. Über eine zweite Plattform,Lecturize.com, werden außerdem kostenpflichtige Online-Kurse angeboten. Vendocr.at ist gerade dabei, sich von einem Studentenprojekt zu einem Unternehmen zu wandeln. Erste Investoren wurden bereits gefunden. Am Pioneers Festival will man neue Kontakte knüpfen.

Bestellen und Bezahlen mit Smartphone

14:24 - ready2order ist ein cloudbasiertes Kassensystem, das Kellnern und Kunden das Leben erleichtern soll. Zum Bonieren kann mit ready2order jedes Mobilgerät verwendet werden, der teilweise kostspielige Ankauf spezieller Handheld-Geräte fällt dadurch weg. Bestellungen werden sofort mit der Cloud synchronisiert. Auch Bezahlvorgänge können über die App abgewickelt werden.

Kunden können mit einer eigenen App Essen bestellen und auch gleich bezahlen - mittels Facebook- oder Google-Konto und damit verknüpften Kreditkarten. Unter anderem könnten Geschäftsleute mit engem Zeitplan davon profitieren. Sie können schon im Büro aus der Speisekarte auswählen, beim Eintreffen im Restaurant sofort ihre Bestellung erhalten und müssen den Kellner nicht zum Bezahlen herbeiwinken.

Das Pioneers Festival nutzen Markus Bernhart und Christopher Fuchs, zwei Teammitglieder von ready2order, zur Vernetzung mit potenziellen Partnern und Kunden.

Social Network für Outdoorfans

14:19 - ilooove.it ist ein Social Network für Outdoor-Sportler. Auf der Plattform sind bereits knapp 100.000 Kletter- und Wanderfans aktiv. Unternehmen, die im Outdoorbereich tätig sind, bietet ilooove.it die Gelegenheit, gezielt potenzielle Kunden anzusprechen.

Über das Social Network sollen sich künftig Fans einer Reihe weiterer Outdoorsportarten vernetzen, etwa Mountainbiker, Paragleiter u.ä. ilooove.it wurde vor knapp zwei Jahren in Belgien gegründet und startete als französischsprachige Plattform. Mittlerweile ist man auf Englisch als Umgangssprache gewechselt, um ein globales Publikum zu bedienen.

Rubbellos am Smartphone

14:00 - Das Start-up rublys bietet Rubbellose in digitaler Form an. In einer eigenen Mobil-App präsentieren Unternehmen Produkte oder Gutscheine, die man mit ein bisschen Glück gewinnen kann. Dafür muss man am Touchscreen wie bei einem Rubbellos drei Flächen freirubbeln. Drei gleiche Symbole und man hat gewonnen. Unternehmen wird mit rublys eine Mischung aus Mobile Marketing und Gamification geboten. Vor allem soll sich dadurch eine neue, ungewöhnliche Werbemöglichkeit eröffnen.

Das Start-up ist derzeit im gesamtem deutschsprachigen Raum tätig. Die App wurde bereits mehr als eine Million Mal runtergeladen. Der nächste Schritt ist die Expansion in die USA. rublys sucht dafür am Pioneers Festival Kapitalgeber und Partner. In Österreich hat sich rublys bereits durch die Teilnahme an der TV-Show "Zwei Minuten, zwei Millionen" Bekanntheit verschafft.

Die Kapsel als Zuhause

Blitzeblank und formschön ist sie, die Kapsel, die überall auf der Welt ein Zuhause bietet soll - und derzeit im Foyer der Hofburg parkt. Ein nobles Umfeld, das die Ecocapsule eigentlich nicht braucht, da sie mit Solar- und Windenergie betrieben wird, versprechen die sechs Gründer am Pioneers Festival. Auf 7,6 m2 beherbergt sie eine kleine Küche, ein Bett für 2 Personen, eine Toilette und eine Dusche - sogar eine Fußbodenheizung wurde eingebaut.

Ecocapsule in Bildern

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Betrieben wird sie mit Solar- und Windenergie, auch Regenwasser kann sie sammeln. Auf den Markt kommen soll die Ecocapsule kommendes Jahr - die ersten Bestellungen werden jedoch schon im Laufe des Jahres angenommen. Wie viel sie kosten wird, wollen die Gründer noch nicht sagen. “Sie wird leistbar sein”, verspricht Igor Zacek, einer der Gründer.

Migrationshintergrund

13:10 - Das Business-Angel-Start-up Immipreneurs of Austria (IoA) investiert gezielt in Jungunternehmen, deren Gründer Migrationshintergrund haben und Geschäfte in Österreich machen wollen. IoA wurde im Dezember 2014 gegründet und kann daher selbst als Start-up bezeichnet werden.

Bis heute hat man bereits drei andere Unternehmen in Österreich mit Finanzierung, Coaching und Unterstützung bei Verkauf und Administration auf die Beine geholfen. Die Projektpartner kommen aus aller Welt: Ukraine, Senegal, sowie Pakistan und China.

Rechtliche Hilfe für Start-ups

11:41 - Einer der ersten Besucher am futurezone-Stand im Ergeschoß des Pioneers Festival 2015 ist Thomas Kulnigg, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Schönherr. Er besucht das Festival, um Start-ups kennenzulernen, die in Österreich oder Zentral- und Osteuropa (CEE) sesshaft werden wollen. Schönherr will diese Unternehmen mit rechtlicher Beratung unterstützen. "Je früher man gute rechtliche Bedingungen herstellt, desto mehr Probleme kann man sich später ersparen", meint Thomas Kulnigg.

Start-ups sollten sich schon früh darum kümmern, ihre Marken und Patente richtig abzusichern. Auch in arbeitsrechtlichen Fragen oder sogar bei Exit-Szenarien könne eine "rechtlich saubere" Grundlage alle Beteiligten vor bösen Überraschungen schützen. Start-ups bietet Schönherr spezielle Pakete zu Fixpreisen an.

Roboter mit menschlicher Mimik

11:35 - Im ersten Stock der Hofburg sind wir einem verblüffend menschlich aussehenden Roboter begegnet. Er hört auf den Namen "Han" und ist ein Produkt des US-Unternehmens Hanson Robotics, die sich auf humanoide Roboter mit detailgetreuer Mimik spezialisiert. Han besteht aus einem Kopf und einem halben Torso. Sein Kopf und sein Gesicht werden durch 46 Motoren bewegt. Als Haut dient ein hochflexibles Material, das Hanson Robotics "Frubber" nennt.

Der Roboter kann mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet werden. Unter anderem kann man durch Spracherkennung mit dem Roboter interagieren. Han ist laut dem Hersteller für verschiedenste Einsatzzwecke geeignet. Unter anderem kann er im Entertainment-Bereich verwendet werden, als Verkäufer in Geschäften, als Barkeeper oder im Gesundheits- und Pflegebereich.

Willkommen in Österreich

11:22 - Die Wirtschaftsagentur Wien hat gleich zu Beginn des Pioneers Festival 2015 seine "Welcome Packages" an fünf aussichtsreiche, internationale Start-ups verliehen, die sich am österreichischen Markt etablieren wollen. Das Welcome Package umfasst einen dreimonatigen Aufenthalt in Wien, samt Arbeitsplätzen in einem Coworking Space und einem eigenen Coach.

Verliehen wurde das Welcome Packe unter anderem an das rumänische Start-up Axosuits oder JJS Media aus Südkorea. Die Jungunternehmen werden ab September in Wien tätig sein. Übergeben wurde die offizielle Einladung von Wiens Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

Smartphones laden mit dem Griller

Das erste Start-up, das unser Angebot genutzt hat, kann gleich mit einer genialen Idee aufwarten. Der Bruzzlr ist ein tragbarer Griller, der auch Smartphones und Laptops laden kann. Statt Kohle kommt aber die Kraft der Sonne zum Einsatz. Mit einem Parabolspiegel, der problemlos in eine Tasche passen soll, werden Speisen zubereitet, aber auch die Hitze auf eine Photovoltaik-Zelle gelenkt.

So lassen sich mehrere Geräte gleichzeitig laden. „Eigentlich wollten wir nur im Park grillen, aber dann sind plötzlich die Leute gekommen und haben gefragt, ob man es kaufen kann.“ Ab September soll eine Kickstarter-Kampagne starten, online kann man sich aberbereits vormerken lassen. Der Preis steht noch nicht fest, soll aber bei rund 170 bis 180 Euro liegen.

Die futurezone ist angekommen

Geschafft! Gemeinsam mit hunderten anderen Teilnehmern des Pioneers Festivals ist die futurezone endlich am Pioneers Festival in der Wiener Hofburg angekommen. Die futurezone ist mit insgesamt fünf Redakteuren (Gerald Reischl, David Kotrba, Andrea Hlinka, Markus Kessler, Michael Leitner) vertreten - wenn ihr uns seht, sprecht uns einfach an. Ansonsten stattet uns einen Besuch am futurezone-Stand im Foyer ab.