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Elon Musk will Kinder in Höhle mit SpaceX-U-Boot retten

Die zwölf Kinder einer thailändischen Schul-Fußballmannschaft und ihr Trainer sitzen nun schon seit dem 23. Juni in einer Höhle fest. Elon wurde vor ein paar Tagen auf Twitter gefragt, ob er helfen könne, woraufhin er Ingenieure nach Thailand schickte. Diese haben einen Plan ausgetüftelt, den Musk jetzt verkündet hat.

Da die Kinder geschwächt und einige davon nicht schwimmen können, ist es fraglich, ob sie den mehrstündigen Weg in die Freiheit unbeschadet schaffen würden. Denn dieser erfordert das Navigieren durch ein enges Höhlenlabyrinth und an einigen Stellen Schwimmen und Tauchen. Die SpaceX-Ingenieure haben deshalb an eine Kapsel gedacht, in der die Kinder sicher von erfahrenen Tauchern transportiert werden können.

Mini-U-Boot

Eine Idee ist eine aufblasbare Kapsel zu bauen, was aber nicht so erfolgsversprechend sei, wegen den vielen scharfen Felskanten in der Höhle. Musk hat dennoch solche Kapseln in Auftrag gegeben, die in den USA gebaut und bereits nach Thailand gebracht wurden.

Für einen besseren Plan hält Musk diese Idee: Ein Mini-U-Boot in Kindergröße. Dieses soll aus der Röhre einer Treibstoffleitung der SpaceX-Falcon-9-Rakete gebaut werden. Sie soll leicht genug sein um von zwei Tauchern getragen werden zu können, schmal genug um durch die engen Passagen zu passen und sehr robust sein.

Das Mini-U-Boot soll vier Anschlüsse für Taucherflaschen haben, um die Kinder darin mit Sauerstoff zu versorgen. Auf die Frage hin ob man auch einen MP3-Player einbauen könnte, um die Kinder mit Musik zu beruhigen, sagte Musk: ja.

Rettungsaktion gestartet

Der Nachteil des Mini-U-Boots ist, dass immer nur ein Kind hineinpasst. Je nachdem wie viele dieser Mini-U-Boote gebaut werden, würde die Evakuierung der Kinder in Gruppen erfolgen. Laut Musk könne diese Rettungskapsel in weniger als acht Stunden gebaut werden, der Transport nach Thailand zur Höhle würde etwa 17 Stunden dauern.

Das wird hoffentlich nicht mehr nötig sein. Medienberichten zufolge hat die mehrstündige Rettungsaktion der Kinder bereits gestartet. Durch den Monsun steigt das Wasser zu schnell, laut den Behörden in Thailand könne man deshalb nicht mehr warten. 18 Taucher sind jetzt unterwegs, um die Kinder und ihren Trainer aus der Höhle zu führen. Je nach der Wetterlage könnte es zwei bis drei Tage dauern, bis die Rettungsaktion abgeschlossen ist.

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