Netzpolitik

Russland blockiert Twitter, Facebook und die BBC

Die russischen Behörden blockieren den Zugang zu Twitter und Facebook. Der Kurznachrichtendienst und das soziale Netzwerk sind für User*innen in Russland nicht mehr abrufbar.

Die Sperre der beiden Dienste sei eine Reaktion darauf, dass zuvor der Zugang russischer Medien zu der Social-Media-Plattform beschränkt worden sei, erklärt die Medien- und Telekommunikationsaufsicht Roskomnadsor.

Auch BBC und Deutsche Welle blockiert

Roskomnadsor hatte Twitter schon vor einigen Tagen deutlich verlangsamt, weshalb es etwa schwierig gewesen war, Videos dort anzuschauen. Außerdem wurde das Onlineangebot der Deutschen Welle (DW), der BBC und weiterer westlicher Medien blockiert, sodass diese Medien in Russland nur mehr eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr verfügbar sind.

Kremlkritische Sender abgeschaltet

Zuvor waren in Russland zudem mehrere unabhängige Medien abgeschaltet worden, darunter der kremlkritische Radiosender Echo Moskwy und der Internet-Fernsehsender Doschd. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte außerdem mehrere Gesetze zur weiteren Einschränkung der freien Meinungsäußerung unterzeichnet.

Facebook kritisiert Russland

Facebook kritisierte die Abschaltung in Russland. Millionen Menschen würden von verlässlichen Informationen abgeschnitten, meinte der Facebook-Manager Nick Clegg. Ihnen werde auch die Möglichkeit genommen, sich über das soziale Netzwerk mit ihren Familien und Freunden in Verbindung zu setzen.

Viele Menschen in Russland informieren sich über die sozialen Netzwerke auch über den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Verbreitet sind in Russland geschützte Netzwerkverbindungen (VPN), über die der Zugang zu Facebook und Twitter weiter gewährleistet ist. Legal ist das in vielen Fällen nicht. Besonders intensiv genutzt wird der Nachrichtenkanal Telegram, den russische Behörden bisher nicht haben technisch einschränken können.

 

 

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