FILE PHOTO: The Google Maps app logo is seen on a smartphone in this illustration
© REUTERS / Dado Ruvic

Digital Life

Kritik an Putin wird in Google Maps versteckt

Anonymous will die russische Bevölkerung via Google Maps über das tatsächliche Vorgehen der russischen Regierung in der Ukraine aufklären. Denn die Bürger*innen Russlands erhalten Informationen rund um den Ukraine-Krieg lediglich über die russischen Staatsmedien. Begriffe wie „Angriff“, „Kriegserklärung“ und „Invasion“ sind dabei verboten, hingegen werden Bezeichnungen wie „Friedensmission“ oder „militärische Sonderoperation“ verwendet. 

Da Putin auf Google Maps keinen Einfluss hat, sollen sich die Menschen in Russland über diesen Dienst informieren können, wie Mimikama berichtet.

Restaurant-Bewertung mit versteckter Botschaft

Anonymous fordert über Twitter auf, Google Maps zu öffnen. „Gehen Sie nach Russland. Finden Sie ein Restaurant oder ein Geschäft und schreiben Sie eine Bewertung. Wenn Sie die Bewertung schreiben, erklären Sie, was in der Ukraine passiert", schreibt die Gruppe.

Auch führt Anonymous ein Beispiel auf russischer Sprache an, sollte jemand nicht wissen, was genau er schreiben soll. Übersetzt heißt es: „Das Essen war großartig! Leider hat uns Putin mit dem Einmarsch in die Ukraine den Appetit verdorben. Wehrt euch gegen euren Diktator, hört auf, unschuldige Menschen zu töten! Eure Regierung lügt euch an. Steht auf!“

5-Sterne-Bewertungen

Mit Ausnahme von staatlichen Unternehmen sollen Nutzer*innen am besten 5-Sterne-Bewertungen abgeben, empfiehlt Anonymous. Seit dem Aufruf sind zahlreiche Bewertungen eingegangen. Darin warnen immer mehr Menschen unter anderem, dass das russische Militär auf Zivilist*innen schieße.

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