Weiterhin massive technische Probleme bei Volksbegehren

Schwere Server-Probleme haben auch am Montag vielen das Unterzeichnen der Volksbegehren unmöglich gemacht. Der Unmut ist groß.

Das Frauen-Volksbegehren und Nichtraucher-Volksbegehren sind weiterhin von massiven Serverproblemen der Behörden begleitet. Nachdem am Freitagnachmittag eine kurze Entspannung der Situation aufgetreten war, heißt es aktuell auf vielen Behörden in sämtlichen Bundesländern: Nichts geht mehr. Wie aus Twitter-Einträgen zu eruieren ist, warten Hunderte Menschen auf Magistraten und Bezirksämtern darauf, dass die Server funktionieren oder werden überhaupt weggeschickt.

Anhaltende Serverprobleme

Christoph Kotanko von den Oberösterreichischen Nachrichten postete ein Bild mit einer riesigen Warteschlange aus dem dritten Wiener Gemeindebezirk und sprach gar davon, dass nach der Mitteilung von Serverproblemen "ein bürgerlicher Aufstand" drohe. Christian Jungwirth, OKTO-Geschäftsführer schrieb über 100 wartende Bürger im 18. Bezirk, die sich ebenfalls wegen der Serverprobleme nicht eintragen können.

Aber auch aus den Bundesländern wird von anhaltenden Serverproblemen berichtet und davon, dass Leute, die es bereits in der Vorwoche versucht hatten, wieder weggeschickt wurden. Am Freitag hatte der Ansturm auf die beiden Volksbegehren zu einem Totalausfall der Behörden-IT geführt.

Behördensystem überlastet

Ob auch die Online-Unterzeichnung per Handysignatur von den aktuellen Serverproblemen betroffen ist, ist unklar. Erste futurezone-Stichproben zeigten diesbezüglich zumindest keine Probleme. Wie Reinhard Posch, Chief Information Officer der österreichischen Bundesregierung, auf futurezone-Anfrage mitteilt, laufen die Unterschriften zwar auf einem System zusammen. Den Berichten zufolge deute einiges darauf hin, dass aktuell der in den Behörden verwendete Portalzugang der Engpass sei. Wie das Innenministerium auf futurezone-Nachfrage mitteilte, könne man die Probleme aufgrund des Ansturms nicht lösen.