Science

Milchstraße könnte voll mit toten Zivilisationen sein

Die meisten außerirdischen Zivilisationen in der Milchstraße könnten sich bereits selbst zerstört haben, wie eine neue Caltech-Studie ergeben hat. Laut dem Forscher Jonathan H. Jiang sei besonders seit dem Hubble Space Teleskop und dem Kepler Space Teleskop vieles über die Dichte von Gas und Sternen in der Milchstraße, aber auch über die Entstehung von Sternen und Exoplaneten sowie über die Häufigkeit von Supernovae bekannt. 

Für die neue Studie haben die Forscher diese bekannten sowie andere Faktoren, die die Entwicklung von intelligenten Zivilisationen beeinflussen könnten, in ihrem Modell berücksichtigt – etwa die Häufigkeit von sonnenähnlichen Sternen mit erdähnlichen Planeten oder die mögliche Tendenz fortgeschrittener Zivilisationen, sich selbst zu zerstören.

Späte menschliche Zivilisation

Ihnen zufolge war die Entstehung von Leben 8 Milliarden Jahre nach der Bildung der Milchstraße und 13.000 Lichtjahre vom Zentrum der Galaxie am wahrscheinlichsten. Unsere Erde ist vergleichsweise etwa 25.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt, wie Space.com schreibt. Die menschliche Zivilisation entstand etwas später: etwa 13,5 Milliarden Jahre nach der Bildung der Milchstraße.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich intelligente Zivilisationen über lange Zeitspannen hinweg selbst zerstören. Die meisten dürften dies bereits getan haben. Wie häufig sie sich vernichten, ist unbekannt.

Drake-Gleichung

Die Ergebnisse erweitern die sogenannte Drake-Gleichung, die bei der Suche nach extraterrestrischem Leben und zur Abschätzung der Anzahl intelligenter Zivilisationen in unserer Galaxie herangezogen wird. Sie wurde vom US-Astrophysiker Frank Drake 1961 vorgestellt. Die meisten Faktoren der Formel sind unbekannt.

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