Apple CEO Cook and U.S. President Trump participate in American Workforce Policy Advisory Board meeting at the White House in Washington

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B2B
11/16/2019

Apple-Chef Tim Cook schmeichelt Donald Trump mit PR-Termin

Die Beziehung zwischen dem US-Präsidenten und Apple ist mittlerweile ausgezeichnet. Die Gründe liegen auf der Hand.

Apple-CEO Tim Cook wird US-Präsident Donald Trump am Mittwoch zu einem schönen PR-Auftritt verhelfen. So ist er eingeladen, um Apples Fabrik in Texas zu besuchen, in denen der Mac Pro zusammengebaut wird. An dem Tag will Trump neben Apple ein weiteres Unternehmen mit einem medienwirksamen Auftritt beglücken.

Apple und Trump

Die beiden US-Firmen sollen als Beispiele für Unternehmen präsentiert werden, die Arbeitsplätze in den USA schaffen - eine langjährige Forderung Trumps. Der Besuch des US-Präsidenten unterstreicht die hervorragende Beziehung, die Apple-CEO im Lauf der vergangenen Jahre zu Trump aufgebaut hat.

Mit seinem Lobbying, für das er unter anderem erdulden musste, von Trump einmal Tim Apple genannt zu werden, konnte der Apple Chef nach langem Hin und Her einen Großteil der Strafzölle abwenden, die für die Produktion von Apple-Produkten eigentlich angefallen wären. Zehn von fünfzehn Ausnahmen für Apple-Geräte wurden bereits gewährt.

Cook hatte Trump zunächst versprochen, drei große Fabriken in den USA zu eröffnen. Daraus wurde bisher nichts, am Texas-Standort soll der in China produzierte Mac Pro aber zumindest zusammengebaut werden - was aber offenbar auch schon beim Vorgängermodell so war.

Weitere Ausnahmen im Visier

Mit dem PR-Termin, den Trump als Erfolg seiner Politik ausschlachten will, dürfte Cook den streitbaren Präsidenten einmal mehr gütig stimmen wollen - wohl auch, um sich weitere Ausnahmen im Zollstreit mit China zu ergattern.