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B2B
09/23/2019

Donald Trump verzichtet bei Apple auf Strafzölle

Das Lobbying von Apple hat sich ausgezahlt. Der Konzern muss keine Strafzölle zahlen, kommt aber auch Trump entgegen.

Apple wird seinen neuen Mac Pro doch wieder in Texas montieren. Das sei dadurch möglich geworden, dass der Konzern eine Ausnahme von den US-Zusatzzöllen für Waren aus China für mehrere wichtige Bauteile des Geräts bekommen habe, erklärte der Konzern am Montag. Zuvor hatte es in Medien geheißen, Apple wolle den Mac Pro in Asien bauen lassen - wie die meisten seiner Geräte.

Made in the USA

Der iPhone-Konzern hatte 2013 angefangen, die vorherige Generation des Mac Pro in Texas zusammenzubauen. Laut Medienberichten musste sich Apple dabei mit diversen Problemen in der Produktion herumschlagen, unter anderem weil die US-Infrastruktur für Elektronik-Produktion schlechter als in China sei.

Im Sommer war der Mac Pro noch in die Mühlen des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking geraten. US-Präsident Donald Trump hatte im Juli verkündet, der Konzern werde keine Vergünstigung oder Befreiung von den Strafzöllen bei chinesischen Bauteilen für das Gerät bekommen. „Baut sie in den USA, keine Zölle“, schrieb Trump bei Twitter. Apple-Chef Tim Cook betonte wenige Tage später in der Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen, der Konzern strebe weiterhin eine Montage des Geräts in den USA an.

Bis zu 25 Prozent Strafzölle

Apple hatte das erste neue Modell des Mac Pro seit sechs Jahren Anfang Juni vorgestellt. Der Computer ist vor allem für Nutzer mit extrem hohen Anforderungen etwa zur professionellen Videobearbeitung gedacht. Damit geht ein hoher Preis von mindestens 5.999 Dollar (5.439 Euro) einher. Die aktuellen US-Zusatzzölle können 25 Prozent zum Preis von Bauteilen oder Geräten hinzufügen.