© A1 telekom Austria AG/APA-Fotoservice/Juhasz Fotograf/in: Krisztian Juhasz

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Austria's Top Digital Re-Start: Das ist das Gewinnerteam

Am 26. April wurde im A1-Headquarter im zweiten Wiener Bezirk der Sieger von „Austria's Top Digital Re-Start“ gekürt. Unter den fünf Finalist*innen wurde jenes Unternehmen ausgezeichnet, das durch seine digitalen Innovationen während der Coronakrise besonders erfolgreich war.

Der Gewinner wurde im Rahmen eines Jury- und Publikumsvotings bestimmt. Überzeugen konnte das Grazer Unternehmen Teamazing. Belohnt wurde sein Innovationsgeist mit einem 30.000 Euro schweren Paket aus Preisgeld, Dienstleistungen und medialer Berichterstattung. 

Durchbruch mit "persönlichem Weihnachtswunder"

Da Präsenztermine und Veranstaltungen mit Corona weitestgehend obsolet wurden, musste sich der Teambuilding-Spezialist komplett neu aufstellen. „Wir hatten aufgrund der Corona-Krise von einem Tag auf den anderen keinen Umsatz mehr“, sagt der Teamazing-Gründer Paul Stanzenberger im Rahmen seines Live-Pitchs. Das Unternehmen sah sich gezwungen, sich neu zu definieren und hat sein „Offline-Teambuilding“ ins Internet verlagert.

Der Durchbruch gelang dem Team mit einem “persönlichen Weihnachtswunder”, so Stanzenberger. Denn trotz Lockdown wollten zahlreiche Unternehmen nicht auf ihre alljährliche Weihnachtsfeier verzichten. "Wir haben weihnachtliche Spiele entwickelt und als ,virtuelle Weihnachtsfeier' vermarktet” - ein Raketenstart für Teamazing.

Paul Stanzenberger, Gründer und CEO von Teamazing

Google, Meta und Microsoft im Kund*innenstock

Seitdem wurden zahlreiche weitere digitale Teambuilding-Lösungen entwickelt. Das Portfolio reicht von virtuellen Online-Teambuilding-Seminaren, virtuellen Firmenfeiern, Workshops und Games á la “Escape the Room”, bei denen Teams einen Kriminalfall online lösen müssen. Laut Stanzenberger habe man 11.000 Stunden in die Spieleentwicklung investiert. 

Inzwischen zählt Teamazing zu Europas erfolgreichsten Anbietern. Zu seinen Kund*innen gehören namhafte Konzerne wie Google, Meta, Microsoft, die European Space Agency, Amazon, Pfizer und TikTok. Aktuell sei man auf der Suche nach Wachstumskapital. Denn Stanzenberger ist sich sicher: Fernarbeit und virtuelle Arbeitsteams sind gekommen, um zu bleiben. 

Weltweit Nummer eins werden

Die Jury bestand aus dem A1-CEO Marcus Grausam und dem A1-Group-CEO Thomas Arnoldner, der futurezone-Chefredakteurin Claudia Zettel, dem WKÖ-Präsidenten Harald Mahrer, dem Leiter der WKÖ-Startup-Services Kambis Kohansal Vajargah ​​sowie dem Techbold-Gründer Damian Izdebski.

v.l.n.r: Kambis Kohansal Vajargah, Damian Izdebski, Thomas Arnoldner, Harald Mahrer, Marcus Grausam und Claudia Zettel

Harald Mahrer zeigt sich vom Innovationsgeist und der Restart-Idee von Teamazing begeistert: "Das Unternehmen hat es geschafft, sein Offline-Geschäft, das von einem Tag auf dem anderen tödlich bedroht war, durch viel Innovationskraft in ein spannendes digitales Tool zu transferieren", sagt er gegenüber der futurezone. „Sie kombinieren menschliches Know-how aus dem physischen Teambuilding mit der Möglichkeit der Digitalisierung. Dieses hybride Modell hat großes Potenzial".

Für Teamazing selbst sei die Auszeichnung „eine Anerkennung für ganz viele Nächte, in denen sich das gesamte Team aufgeopfert hat, dass wir diesen Restart hinbekommen und einer der ersten am Markt sind“, sagt der Gründer Paul Stanzenberger. In diesem Sprinttempo wolle man nun auch weiter Marktanteile generieren.

„Wir sind jetzt in Europa einer der größten im Online-Teambuidling. Das ist aktuell ein Nischenmarkt, aber alle Trends zeigen, dass es in diese Richtung weitergeht und es immer mehr virtuelles Teambuilding geben wird in der Zukunft.“ Ziel sei es, langfristig weltweit die Nummer eins zu sein.

Die Finalist*innen

Dem Aufruf zur heurigen Teilnahme sind zahlreiche Unternehmen gefolgt. Neben Teamazing sind folgende Finalist*innen in die entscheidende Runde gegangen. 

  • Acodemy

Acodemy ist eine Programmierschule, die mit cody21 eine interaktive Videoserie entwickelt hat und Programmierkurse in alle 3. bis 4. Klassen bringt. Die Clips werden von dem Unternehmen selbst produziert, die Zugänge dazu an Schulen verkauft. 

  • Incaseof

incaseof.law ist eine digitale Rechtsabteilung on demand und bietet ein Forderungsmanagement-Tool, das auf künstliche Intelligenz (KI) basiert. Durch die proprietäre KI werden Kund*innenwert und Zahlungswahrscheinlichkeit der Kund*innen als Schuldner ermittelt und unter anderem Forderungen in Vertriebschancen umgewandelt.

  • Vytal

 Vytal hat ein digitales Mehrwegsystem für Take-Away- und geliefertes Essen geschaffen. Wenn man bei einem der 100 Partnerrestaurants Essen mitnimmt oder sich liefern lässt, bekommt man wiederverwendbare Boxen, die man danach wieder zurückgibt. 

  • XBuild

Die All-In-One-Bausoftware XBuild will die Baubranche verstärkt in die Digitalisierung führen. Bauprozesse sollen realitätsnah abgebildet werden, die Software verwaltet ProtokollierungDokumentationPlanverwaltungMängelmanagement und Teamkoordination.

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Andreea Iosa

Andreea Iosa beschäftigt sich mit neuesten Technologien und Entwicklungen in der Forschung – insbesondere aus Österreich – behandelt aber auch Themen rund um Raumfahrt sowie Klimawandel.

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