FILE PHOTO: Bangkok International Motor Show

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Brennende Akkus ruinieren Hyundai-Bilanz

Die weltweite Rückholaktion aufgrund brandgefährlicher Akkus vermiest Hyundai die aktuelle Bilanz. Aufgrund der Reparatur von etwa 82.000 E-Autos muss der südkoreanische Hersteller das operative Ergebnis für das vierte Quartal um knapp 20 Prozent senken. Statt des Ende Jänner gemeldeten Quartalsgewinns von 1,6 Billionen Won (1,18 Mrd. Euro) liegt das Ergebnis nun bei 1,3 Billionen Won (umgerechnet knapp 960 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Mehrere Rückholaktionen

Bei der 900 Millionen Dollar teuren Rückrufaktion mussten die Akkusysteme von einigen Elektroautos ausgetauscht werden. Davon ist vor allem das SUV-Modell Kona betroffen, das meistverkaufte E-Auto des Herstellers. In dem Wagen sind Batterien von LG Energy Solution verbaut, einer Tochter des südkoreanischen Chemiekonzerns LG Chem.

LG Chem gehört zu den großen Batteriezellherstellern und beliefert weltweit viele Autobauer, darunter auch Volkswagen. Hyundai hatte den Kona Ende vergangenen Jahres nach einer Reihe von Bränden bereits wegen eines Software-Updates in die Werkstätten gerufen. Nachdem im Jänner eines der zurückgerufenen Fahrzeuge Feuer fing, leiteten die südkoreanischen Behörden eine Untersuchung ein.

Akkuhersteller LG Chem weist Schuld von sich

Der Batteriehersteller LG Energy Solutions wies jede Schuld an den Vorfällen zurück und erklärte, Hyundai habe die Schnellladelogik im Batteriemanagement falsch angewandt. Die Batteriezelle sei nicht die Brandursache. Das südkoreanische Transportministerium stellte jedoch Mängel bei einigen Batteriezellen fest, die in einer chinesischen Fabrik von LG Energy hergestellt wurden. Hyundai selbst äußerte sich nicht zu den Ursachen der Brände.

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