B2B
03.09.2018

Ofo wird von Fahrradhersteller verklagt

Das Unternehmen soll Rechnungen im Umfang von 8,6 Millionen Euro nicht bezahlt haben.

Das Leihrad-Start-up Ofo wird vom renommierten Fahrradbauer Shanghai Phoenix Bicycles auf 68 Millionen Yuan (umgerechnet 8,6 Millionen Euro) verklagt, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden. Das berichtet die Financial Times (FT). Das Leihrad-Start-up soll fünf Millionen Fahrräder bestellt, allerdings dann lediglich zwei Millionen abgenommen und bezahlt haben.

Ofo dürfte laut dem Bericht verstärkt finanzielle Schwierigkeiten haben. Ein Insider berichtet gegenüber der FT etwa, dass das Unternehmen umgerechnet rund 22 Millionen Euro pro Monat verbrenne.

Rückzug aus Österreich

Ofo zog sich zuletzt von mehreren Märkten wie Österreich und Deutschland zurück. Hierzulande wurden hohe regulatorische Auflagen als Grund angegeben. Man könne so nicht gewinnbringend arbeiten, wie es hieß.

Wie es künftig mit Ofo weitergeht, ist noch unklar. Im August gab es Gerüchte, dass eine Investorengruppe rund um das Konglomerat Didi Chuxing Ofo um 1,3 Milliarden Euro übernehmen wolle. Ein Abschluss des Deals zeichnete sich aber zuletzt nicht ab.