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14.07.2018

Leihradanbieter Ofo zieht sich auch aus Deutschland zurück

700 gelbe Ofo-Leihräder Räder stehen offiziell in Wien. © Bild: APA/AFP/ERIC PIERMONT

Nachdem Ofo und Obike vom österreichischen Markt verschwunden sind, zieht man sich nun auch in Deutschland zurück.

Der chinesische Leihradanbieter Ofo will sich nach einer dreimonatigen Testphase in Berlin vom deutschen Markt vorerst zurückziehen. Ofo kündigte der Deutschen Presse-Agentur an, die Hauptstadt als bisher einzigen Standort in Deutschland "in den kommenden Wochen verantwortungsvoll verlassen" zu wollen.

Strategische Entscheidung

Die gelb-schwarzen Fahrräder würden von den Straßen entfernt und in andere europäische Märkte verlagert. "Es handelt sich hierbei um eine strategische Entscheidung, welche auf der jeweiligen Marktleistung basiert", teilte eine Unternehmenssprecherin zur Begründung mit. Eine Rückkehr nach Deutschland sei aber nicht ausgeschlossen.

Ofo hatte nach eigenen Angaben rund 3.000 Fahrräder auf den Berliner Straßen aufgestellt. Das Unternehmen ist eines von mehreren chinesischen Leihradanbietern in der Hauptstadt und wird unter anderem vom bekannten chinesischen IT-Riesen Alibaba finanziert.

Der chinesische Hauptkonkurrent Mobike weitete in der vergangenen Woche sein Angebot in Deutschland hingegen aus: Fortan können die silber-orangenen Räder neben Berlin und Düsseldorf auch in Köln gemietet werden.

Ofo zieht sich auch aus Wien zurück. Begründet wird dies unter anderem mit den neuen strengen Regeln für stationsungebundene Leihräder bzw. dem neuen Limit von 1.500 Fahrrädern pro Anbieter.