B2B
19.04.2018

Tesla unter Druck: US-Behörde kontrolliert nach Unfällen

Der Elektroautobauer Tesla ist nach Vorwürfen wegen angeblich geschönter Unfallstatistiken ins Visier von US-Aufsehern geraten.

Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, teilte die für Fragen der Arbeitssicherheit zuständige Behörde des US-Bundesstaats Kalifornien am Mittwoch mit. Man nehme die Berichte über Gefahren am Arbeitsplatz sehr ernst, sagte eine Sprecherin.

Das gleiche gelte für Anschuldigungen, arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen nicht im wahren Ausmaß gemeldet zu haben. Hintergrund: Am Montag hatte die zur US-Medienorganisation Center for Investigative Reporting gehörende Website „Reveal“ unter Berufung auf Mitarbeiter berichtet, Tesla habe schwerwiegende Verletzungen in seiner Fabrik im kalifornischen Fremont absichtlich in Unfallstatistiken unterschlagen.

"Desinformationskampagne"

Das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk wies den Vorwurf in einem Firmen-Blog entschieden zurück. Tesla sprach von einer gezielten „Desinformations-Kampagne“, hinter der die Interessen der Autogewerkschaft UAW steckten. "Unser Ziel ist es, die sicherste Produktionsstätte der Welt zu werden. Letztes Jahr konnten wir die Verletungsrate um 25 Prozent reduzieren, obwohl wir mit extremen Herausforderungen bei der Produktion des Model 3 konfrontiert waren", heißt es in dem Blogeintrag. Man habe nie die Sicherheitsaufzeichnungen gefälscht oder bewusst zurückgehalten.

Seit die Produktion für den Hoffnungsträger Model 3 angelaufen ist, kämpft der Elektroauto-Hersteller mit Problemen. Die selbst gesteckten Produktionsziele konnten bislang nicht erreicht werden.