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Trump setzt nun auch Xiaomi auf die schwarze Liste

Wenige Tage vor dem Ende der Amtszeit von Präsident Donald Trump nimmt die US-Regierung weitere chinesische Unternehmen ins Visier. Unter anderem kam Xiaomi wegen angeblicher Verbindungen zum chinesischen Militär auf eine schwarze Liste des US-Verteidigungsministeriums.

US-Investoren sollen ihre Anteile an Xiaomi bis spätestens November abstoßen. Die Xiaomi-Aktie sackte daraufhin an der Hongkonger Börse um mehr als 10 Prozent ab. Auch für Papiere von Zulieferern ging es abwärts.

Xiaomi hat 13,1 Prozent Marktanteil am globalen Smartphone-Markt und liegt bei den Verkäufen nur hinter Samsung und Apple. Man habe keine Verbindungen zum chinesischen Militär und werde Schritte ergreifen, um die Interessen des Unternehmens und der Aktionäre zu schützen, betonte Xiaomi am Freitag.

Derzeit kein Android-Bann für Xiaomi

Die chinesische Regierung verurteilte das US-Vorgehen. "Die chinesische Seite wird notwendige Maßnahmen ergreifen, um die Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen", sagt ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums.

Wie es derzeit aussieht, bleibt Xiaomi ein Android-Bann zumindest vorerst erspart. Trump ist nur mehr wenige Tage im Amt. Wie sein Nachfolger Joe Biden mit dem von Trump eingeschlagenen Weg umgeht, ist noch unklar.

FILE PHOTO: A 3D printed Huawei logo is placed on glass above displayed US flag in this illustration

Huawei in Trumps Visier

Am härtesten traf es unter Trumps Präsidentschaft Huawei. Der Netzwerk-Ausrüster und Smartphone-Anbieter verlor den Zugang zu amerikanischer Technologie - wegen des Vorwurfs, die chinesische Regierung könne ihn zur weitreichenden Kooperation zwingen. Huawei weist dies zurück.

Vor den Sanktionen setzte Huawei zum Sprung an die Weltmarktspitze beim Smartphone-Absatz an. Seit den US-Verboten können jedoch unter anderem keine neuen Modelle mit vorinstallierten Google-Diensten verkauft werden. Entsprechende Absatzeinbußen waren die Folge. 

Bytedance soll auf Druck von Trump US-Geschäft von TikTok abgeben

Verbot chinesischer Apps

Trump hatte seit dem Sommer auch versucht, einen Verkauf zumindest des US-Geschäfts der populären Video-App Tiktok an amerikanische Investoren zu erzwingen. Die chinesische Regierung torpedierte die Pläne jedoch mit Ausfuhrbeschränkungen für Software.

Ungeachtet dieses Fiaskos setzte Trumps Regierung Anfang Januar jedoch an, acht weitere Apps aus dem US-Markt zu drängen, darunter die in China populären Bezahldienste Alipay und WeChat Pay.

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