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Umsatzeinbruch beim Datenroaming wegen Corona

Die Corona-Pandemie stellt zahlreiche Industrien derzeit vor eine große Herausforderung. Aufgrund der massiven Reisebeschränkungen weltweit, gehören auch Netzbetreiber dazu, die normalerweise an Roaming-Gebühren verdienen. Laut Financial Times kann das einen weltweiten Umsatzverlust von insgesamt 25 Milliarden US-Dollar bedeuten. Damit hätte sich der Umsatz durch Roaming-Einnahmen fast halbiert. Allein in den Sommermonaten würden etwa 12 Milliarden US-Dollar eingebüßt.

Innerhalb der EU macht Roaming laut der Ratingagentur Moody nur noch 1 Prozent des Umsatzes hier ansässiger Telekommunikationsunternehmen aus, da es im Rahmen der Fair-Use-Regelung seit 2017 kostenlos ist. Außerhalb der EU verlassen sich viele Mobilfunker allerdings noch auf die hohen Kosten durch Datennutzung im Ausland.

Hohe Verluste in Urlaubsregionen

In Europa verdienen vor allem die Netzbetreiber in den Mittelmeerländer Griechenland, Portugal und Spanien im Sommer an Roaming-Gebühren durch Urlauber, schätzt der Analyst Maurice Patrick von Barclays, laut Financial Times. Die Gewinnprognose der Bank wurde deshalb um 2 bis 4 Prozent gesenkt.

In Regionen wie der Karibik könnte dieser Effekt "katastrophal" für die Betreiber sein, sagte ein Indsder gegenüber der Financial Times. Dort hätten sich das Roaming in den letzten Wochen bereits halbiert. 

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