Die "Hive"-E-Scooter sollen auf 1.500 Exemplare aufgestockt werden

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B2B
02/27/2020

Wien hat einen E-Roller-Verleih weniger

In Wien gibt es vorerst keine Beschränkung der Anzahl der Rollerfirmen. Ab April ist aber die Stückzahl der Geräte limitiert.

Der Wiener E-Scooter-Markt lichtet sich: Am Mittwoch hat der Anbieter „hive“ nach einem Bericht in einer österreichischen Tageszeitung bestätigt, sich aus Wien zurückzuziehen. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen Daimler und BMW, die auch am Carsharing-Sektor gemeinsame Sache machen.

„Wir können bestätigen, dass sich die Scooter-Marke hive vorerst aus Wien zurückzieht. Hive konzentriert sich derzeit strategisch auf die Städte, in denen die örtliche Regulierung eine Begrenzung der Anzahl an Anbietern und Scootern vorsieht. Dies ist aus unserer Sicht ein Ansatz, der Mikromobilität sowohl für die Städte, als auch für die Nutzer und Anbieter attraktiver macht“, hieß es in einer Stellungnahme.

In zehn europäischen Städten

Als aktuelle Beispiele für eine solche Regulierung wurden die Städte Porto und Paris genannt. „Falls sich auch in Wien die Regulierung dementsprechend ändert, wird Wien gegebenenfalls auch wieder ein attraktiver Markt für hive“, wurde betont. „hive“ ist laut eigenen Angaben insgesamt in mehr als zehn europäischen Städten verfügbar und hat gerade vor wenigen Wochen seinen Dienst in Turin gestartet.

In Wien gibt es vorerst noch keine Beschränkung der Anzahl der Rollerfirmen. Lediglich die E-Scooter-Stückzahl ist ab kommenden April beschränkt - auf 500 pro Zone, wobei die insgesamt drei Zonenbereiche nun ebenfalls neu eingerichtet werden. Ab 2021 ist allerdings auch eine Konzessionierung geplant, mit der eine Beschränkung der Zahl der Anbieter einhergehen dürfte.