Für uns ein Streichelzoo, für Zuckerberg ein Geschäftsessen

© Kurier / Gilbert Novy

Digital Life
01/28/2019

Als Zuckerberg eine Ziege für den Twitter-Chef tötete

In einem Interview spricht Jack Dorsey darüber, wie er vom Facebook-CEO eine eigenhändig getötete Ziege kredenzt bekam.

Der Twitter-CEO Jack Dorsey hat Rolling Stone ein Interview gegeben. Im Zuge dessen wurde er gefragt, an welche Begegnung mit Mark Zuckerberg er sich am meisten erinnert. „Das war in dem Jahr, in dem er nur gegessen hat, was er selbst getötet hat. Er hat Ziege zum Abendessen für mich gemacht. Er hat die Ziege getötet.“

Auf die Frage, ob Zuckerberg die Ziege vor seinen Augen getötet hat, sagt Dorsey: „Nein. Er hat sie davor getötet. Er hat sie mit einer Laserwaffe und dann einem Messer getötet. Dann wurde sie zum Metzger geschickt.“

Doch keine Laserpistole

Die Laserwaffe sorgte natürlich für eine Nachfrage. Dorsey korrigiert sich daraufhin. Er meinte eine „Stun Gun“, also einen Apparat zur elektrischen Betäubung von Nutztieren, bevor diese getötet werden. Beim Schlachten von Schafen, Schweinen und Ziegen ist das eine übliche Vorgehensweise. „In Palo Alto gibt es ein Gesetz, wonach man bis zu sechs Nutztiere auf seinem Grundstück halten darf. Also hatte Mark zu diesem Zeitpunkt sechs Ziegen“, erzählt Dorsey weiter.

Er fragte bei der Dinner-Einladung Zuckerberg, ob er jetzt die Ziege essen werden, die er getötet hatte. Dieser bejahte. Zuckerberg habe schon zuvor Ziege gegessen und es geliebt. Dorsey fragte was es als Beilage gibt: „Salat“, sagte Zuckerberg. Nachdem die Ziege 30 Minuten im Ofen war meinte Zuckerberg, dass sie jetzt fertig sei. „Wir gingen ins Esszimmer“, sagte Dorsey: „Er hat die Ziege auf den Tisch gestellt. Sie war kalt. Das war sehr einprägsam. Ich weiß nicht, ob sie wieder in den Ofen gegeben wurde. Ich habe meinen Salat gegessen.“

Das Ganze dürfte auf einer von Zuckerbergs Jahres-Challenges beruhen. So setzte sich der Facebook-CEO im Juli 2017 das Ziel, nur noch Fleisch zu essen, wenn er das Tier selbst getötet und beim Schlachten geholfen hat. Er wollte damit ein größeres Bewusstsein für den Fleischkonsum schaffen. Diese Challenge hatte er schon einmal im Jahr 2011 für sich ausgerufen. Von Mai 2011 bis August 2012 soll er sich daran gehalten haben.