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Digital Life
08/04/2019

Amazon-Mitarbeiter werten Alexa-Mitschnitte im Home-Office aus

Gleichzeitig verweist der Konzern auf "strenge Sicherheitsmaßnahmen". Zuletzt war Amazon wieder verstärkt in der Kritik.

In der Debatte um die Auswertung von Nutzerdaten aus Sprachassistenten ist Amazons Dienst Alexa erneut in den Fokus geraten. Nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" sollen befristete Angestellte teilweise von zu Hause aus Daten aus Amazons Sprachassistentin Alexa auswerten. "Einigen Mitarbeitern ist es gestattet, von anderen Orten aus zu arbeiten", erklärte Amazon der Zeitung.

"Dabei gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen und Richtlinien, an die sich jeder Mitarbeiter halten muss", heißt es demnach weiter in der Stellungnahme des Konzerns. Insbesondere die Arbeit an öffentlichen Orten sei untersagt.

Am Wochenende hat Amazon außerdem die Alexa-Privatsphäreneinstellungen in der App aktualisiert. So ist dort nun davon die Rede, dass Aufnahmen "manuell überprüft" werden können. Davon sei nur ein "sehr kleiner Anteil" der Mitschnitte betroffen. Wie man die Einstellungen findet und sie deaktiviert, lest ihr hier.

Kritik

In den vergangenen Wochen hatte es immer mehr Kritik daran gegeben, dass sich Menschen aufgezeichnete Fragmente von Unterhaltungen der Nutzer anhören und abtippen, um die Spracherkennung zu verbessern. Die jahrelange Praxis war den Nutzern bis vor wenigen Monaten weitestgehend unbekannt.