© RVT/Apple/Montage

Digital Life
05/02/2019

Apfelroute: Apple will, dass Logo von Fahrradweg geändert wird

Ein deutscher Tourismus-Verband streitet mit Apple über das Logo einer neuen Fahrradroute.

Apple geht gegen ein Logo des deutschen Vereins Rhein-Voreifel-Touristik (RVT) vor. Das Logo, das einen roten Pfeil in der Form eines Apfels zeigt, soll eigentlich für eine 120 Kilometer lange Fahrradstrecke, die sogenannte Apfelroute, werben. Doch Apple ist das zu ähnlich zu dem eigenen Logo, weswegen man nun Widerspruch beim Deutschen Patent und Markenamt (DPMA) einlegte. Das berichtet der General-Anzeiger Bonn.

Apple forderte den Verein offenbar dazu auf, die Anmeldung einzuschränken und das Logo abzuändern, da Verwechslungsgefahr bestehe. Die Ähnlichkeit zum markanten Apple-Logo, das den Umriss eines  angebissenen Apfels zeigt, sieht man jedoch bei der RVT nicht. Diese wehrt sich mit einem Anwalt für Markenrecht. Derzeit laufen Verhandlungen über eine außergerichtliche Einigung. Die RVT will teilweise auf die Forderungen des Konzerns eingehen. Im Antrag soll festgehalten werden, dass die Marke „ausschließlich mit Bezug auf einen Fahrradwanderweg durch die Apfelanbauregion Rhein-Voreifel“ geschützt wird. Eine Änderung des Logos zieht man derzeit nicht in Betracht.

Die Apple-Beschwerde verursacht zumindest Kosten im „niedrigen vierstelligen Bereich“, die der regionale Verein zur Tourismus-Förderung selbst tragen muss. Im Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung drohen höhere Kosten.

Apple gegen Cafés, Birnen und Uhren

Apple ging bereits des Öfteren gegen Logos und Slogans vor, die laut dem iPhone-Hersteller zu ähnlich zu den eigenen Sujets seien. Das deutsche Unternehmen Apfelkind, das Cafés und eine Modelinie betreibt, wurde bereits 2011 von Apple dazu aufgefordert, das Apfel-Logo abzuändern, weil Verwechslungsgefahr bestehe. Ebenso traf es den polnischen Lebensmittel-Shop A.pl. Auch das chinesische Software-Unternehmen Pear Technologies, das eine Birne als Logo hatte, musste gegen Apple vor Gericht.

In der Schweiz bekam wiederum Uhren-Hersteller Swatch Ärger, nachdem man mit dem Slogan „Tick Different“ warb – das sei zu ähnlich zu „Think Different“, dem offiziellen Apple-Motto. Auch um den Satz "One More Thing" stritten die beiden Unternehmen bereits.