Digital Life
13.03.2018

Chinesische Polizei baut Programm zur Gesichtserkennung aus

Mit dem System werden Gesichter und Autokennzeichen automatisch mit „schwarzen Listen“ abgeglichen.

Die chinesische Polizei testet bereits seit einiger Zeit ein Gesichtserkennungs-System, das in die Sonnenbrillen von Polizisten integriert ist. Die Brille ist mit einer Kamera versehen und mit einem Tablet per Kabel verbunden. Polizisten können dann die Gesichter von Passanten direkt mit der Polizei-Datenbank abgleichen.

Ursprünglich wurde das System lediglich am Ostbahnhof von Zhengzhou getestet. Nun wird es auf die Randgebiete von Peking ausgeweitet, wie Reuters berichtet.

Das Programm war auch als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme im Einsatz, als das Parlament dafür gestimmt hat, dass Staatspräsident Xi Jinping das Amt auf Lebenszeit ausführen kann. Mit den Scannern in den Brillen wurden Gesichter sowie Auto-Kennzeichen erfasst und mit offiziellen Listen abgeglichen. Darauf zu finden waren unter anderem Kriminelle, Journalisten, Dissidenten und Menschenrechtsaktivisten.

Kosten

Die Sonnenbrillen mit dem notwendigen System kosten 636 US-Dollar. Für das Gesichtserkennungs-Feature muss extra bezahlt werden. Entwickelt wird das System vom chinesischen Unternehmen LLVision.

Datenschützen und Regierungskritiker sehen die Pläne von Chinas Führung skeptisch und beklagen die massiven Eingriffe in die Privatsphäre der Bürger.