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FPÖ-Bundesrat fällt auf "Traditionshase"-Posting rein

Wie schwierig es ist, gegen Fake News anzukämpfen und virale Bilder zu stoppen, beweist aktuell der FPÖ-Bundesrat Michael Raml. Denn obwohl diverse Medien einen aus rechten Kreisen geteilten Kassabon von Karstadt, auf dem ein Lindt-Schokohase als "Traditionshase" bezeichnet war, längst als plumpe Hetze gegen andere Religionen enttarnten - teilte der FPÖ-Politiker das Bild und bastelte auch noch ein eigenes Sujet "Am Sonntag kommt der Osterhase und nicht der Traditionshase".

Sein Posting versah er mit den Worten: "Toleranz gegenüber anderen Religionen bedeutet nicht, unsere eigenen Traditionen aufzugeben! Frohes Traditionsfest". Wie berichtet, verwenden Lebensmittelhändler die Bezeichnung " " bereits seit den 90er-Jahren. Ähnlich absurd ist auch der Vorwurf an Schokohersteller Milka, der für den Begriff "Schmunzelhase" als Kniefall vor dem Islam kritisiert wurde. Dieser Begriff ist schon seit den 70er-Jahren bei Milka in Verwendung.

Mit seinem Posting, das einige Hundert Male geteilt  und über 1300 Mal mit "gefällt mir" gewürdigt wurde, trägt Raml nun dazu bei, die Mär vom Untergang des christlichen Abendlandes durch die Bezeichnung "Traditionshase" weiter auf Facebook zu verbreiten. Immerhin: Für sein Posting kassiert Raml auf Facebook aber ebenso viel Schelte. Diverse User weisen ihn auf die seit Jahrzehnten in Kassasystemen etablierte Bezeichnung hin bzw. kritisieren überhaupt, dass der Osterhase mit der christlichen Tradition ohnehin wenig zu tun hat.

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Martin Stepanek

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