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Digital Life
06/12/2020

Fußballliga spielt mit virtuellen Fans im Stadion

Um Geisterspielen bessere Stimmug zu verleihen, setzt man bei La Liga auf computergeneriertes Publikum.

Der Spielbetrieb in vielen Fußballligen musste aufgrund der Corona-Pandemie eingestellt werden. Nun rollt der Ball in manchen Ländern wieder. Seit Donnerstagabend auch in Spanien. Gestartet wurde mit der Partie Sevilla FC vs Real Betis.

Publikum ist bei den Spielen keines vor Ort, dafür haben sich die Verantwortlichen der höchsten spanischen Spielklasse La Liga etwas anderes ausgedacht. 

Gemeinsam mit dem Tech-Unternehmen Vizrt werden die Ränge virtuell gefüllt. Für den richtigen Ton gibt es eine Kooperation mit EA Sports, womit die Fangeräusche situationsabhänig simuliert werden.  

"Volle Stadien"

„Wir betrachten es als ein Unterhaltungsspektakel im Fernsehen. Wir erinnern daran, wie es ist, wenn die Stadien voll sind“, erklärte Melcior Soler, audiovisueller Direktor von La Liga laut einem Bericht bei The Verge

Bei den virtuellen Fans handelt es sich um keine Computermodelle von einzelnen Personen, sondern eher um eine mehrfarbige Textur, die den Anschein einer Menschenmenge machen soll. Damit erinnert es mehr an in die Jahre gekommene Fußball-Games wie Fifa 99 anstatt als an moderne CGI-Technik.

Hinweis: Da die spanische Liga das Abspielen von eingebetteten Videos nicht zulässt, müsst ihr dazu die YouTube-Webseite aufsuchen.  

Es funktioniert

Konzentriert man sich allerdings wirklich nur auf das Geschehen rund um den Ball, fällt die Fan-Textur nicht unangenehm auf - im Gegenteil, sie vermittelt eine bessere Stimmung als die leeren Stadionsitze.

Verwirrend ist nur, dass die virtuellen Fans nicht in allen Einstellungen zu sehen sind und darum das Stadion dann von einer Sekunde auf die nächste leer bzw. wieder voll ist. 

Wie das bei Fifa 99 damals ausgesehen hat, ist in diesem Gameplay-Video gut zu sehen: