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Digital Life

Google-Suche und Google Maps bekommen neue Funktionen

Im Rahmen des Search On 2021 Events hat Google eine Reihe von Neuerungen für seine Produkte angekündigt. Diesmal geht es allerdings nicht um Pixel-Phones, oder Android, sondern vorwiegend um seine Suche sowie um Google Maps.

MUM-Verbesserungen

Im Rahmen der Google I/O hat Google erstmals das MUM-Modell vorgestellt, was für Multitask Unified Model steht. Das Machine-Learning-Modell kann laut Google "umfassendes Wissen erwerben". Außerdem kann es über 75 Sprachen trainieren und auch Videos und Bilder verstehen. Genau das Bilderverstehen wird nun verbessert und soll User*innen beim Shoppen helfen.

Sieht man etwa einen Pullover mit einem bestimmten Muster, kann man Bilderkennungs-Tool Lens darauf richtigen und es bitten, Socken mit diesem Muster zu finden. Das Feature soll „in den nächsten Monaten“ kommen und zuerst nur in Englisch verfügbar sein.

Videos und Lens-Integration

MUM soll künftig außerdem auch Videos intelligent durchsuchen können. So spricht Google davon, dass Themen im Video auch dann identifiziert werden können, wenn sie nicht explizit erwähnt werden.

Außerdem wird Lens künftig in der Google Such-App sowie im Browser Google Chrome Einzug halten. Man kann also Bilder von Webseiten und Suchergebnissen, die man gerade aufruft, per Lens besser erkunden. 

Intuitiver und neue Such-Seite

Die Google-Suche soll außerdem besser und intuitiver werden. Sucht man etwa nach einem bestimmten Acrylgemälde, liefert Google künftig nicht nur Informationen zu dem konkreten Bild, sondern gleichzeitig auch zu anderen Bildern in dem Stil, zur/zum Maler*in und eventuell zu andere zu anderen Werken. Google spricht davon, die Suche dadurch „multidimensionaler“ zu machen.

Auch insgesamt will man die Such-Seite umgestalten und dadurch ansprechender machen, wodurch sie besser zum Browsen einladen soll. Außerdem will Google mehr Kontext zu den Suchergebnissen liefern. Dazu zählen umfangreichere Informationen zur Quelle und zum gesuchten Thema. Aber auch das soll vorerst nur in Englisch angeboten werden.

Neue Funktionen für Google Maps: Bäume

Auch der Kartendienst Maps bekommt neue Features. So werden die Tree Canopy Insights ausgeweitet. Die Funktion wurde vergangenes Jahr in einigen US-Städten verfügbar gemacht und startet nun in London, Paris und Johannesburg.

Damit kann man sehen, wie groß die Baumdichte in urbanen Gegenden ist. Städteverwaltungen können mithilfe der kostenlos zur Verfügung gestellten Informationen etwa Begrünung besser planen.

Waldbrände

Ausgebaut wird auch der Waldbrand-Layer für Google Maps. Die Ebene enthält Notfallstandorte, Telefonnummern und Evakuierungsinformationen der lokalen Behörden, falls verfügbar.

Gegebenenfalls können auch Details zum Feuer angezeigt werden, wie etwa welche Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden, oder wie viele Hektar gebrannt haben. Die Ebene soll global im Oktober verfügbar gemacht werden.

Adressen-Generator

Ein neuer Adressen-Generator soll außerdem in Gegenden helfen, in denen teilweise keine gewöhnlichen Straßennamen und Hausnummern existieren. Das macht es für Bewohner*innen schwierig, alltägliche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

Basis ist das hauseigene Maps-Adressensystem auf Open-Source-Basis Plus Codes. Regierungen und NGOs in Gambia, Indien, Südafrika, Kenia und den USA nutzen Address Maker bereits, weitere Partner sind in Planung.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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