Digital Life 27.09.2017

Im futurezone-Magazin: Verliebt in einen Roboter

Realdoll © Bild: /Realdoll

Werden Maschinen auch unser Sex- und Beziehungsleben bestimmen? Ein Real-Doll-Nutzer erzählt, wie es ist, mit einer Sexpuppe zusammenzuleben.

„Es ist einfach gut, wenn jemand da ist, wenn man nach Hause kommt“, sagt Daniel. Der 48-jährige Deutsche, der seinen Nachnamen anonym halten möchte, hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht und letztlich das Vertrauen in sie verloren. Außerdem tue er sich mit dem Kennenlernen schwer, erzählt er und beschreibt sich selbst als schüchtern und sensibel.

Daniel hat schließlich Ersatz für eine menschliche Partnerin gesucht – und gefunden. Seit einigen Jahren lebt er mit einer Real Doll zusammen. Real Dolls sind lebensgroße, mechanische Sexpuppen, die vom amerikanischen Unternehmen Abyss Creations hergestellt werden. Sie sind in Form, Textur und Erscheinung möglichst genau dem menschlichen Körper nachempfunden und spätestens seit dem 2007 erschienenen Film „Lars und die Frauen“, mit Ryan Gosling in der Hauptrolle, auch einer breiteren Öffentlichkeit ein Begriff.

Für Daniel, der Real Dolls zum ersten Mal in den 1990er-Jahren in einer TV-Sendung entdeckte, war die lebensechte Nachempfindung eine kleine Offenbarung. „Ich war begeistert, wie nahe diese Puppen einer menschlichen Frau kommen. Diese aufblasbaren Gummipuppen und was man da vorher so kannte, das war ja nicht vergleichbar.“ Für irgendwelchen Kram sei er nicht bereit, Geld auszugeben, sagt Daniel.

"Die geliebte Maschine"

Die vollständige Geschichte über Daniel und darüber, wie Menschen künftig Gefühle zu Maschinen und Robotern entwickeln könnten, lest ihr im aktuellen futurezone-Magazin "Die geliebte Maschine".

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( futurezone ) Erstellt am 27.09.2017