Kanye West

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Digital Life
08/28/2020

Kanye West soll Technologie für seine Online-Kirche gestohlen haben

Der Milliardär wird verklagt, weil er Verträge mit einer Software-Firma gebrochen haben soll.

Der US-Rapper Kanye West wurde verklagt. Er soll eine Technologie der Firma MyChannel (MYC) für seine Online-Kirche gestohlen haben. Die habe Millionen von US-Dollar und ein halbes Jahr Arbeit in die Website von Wests Online-Shop Yeezy gesteckt. Nach getaner Arbeit sei der Sänger aus dem Vertrag ausgestiegen und habe sich die Firmen-Software angeeignet. 

Die Monate danach soll West eine zum Verwechseln ähnliche Kopie der Plattform für seine Online-Kirche „Sunday Service“ genutzt haben.

Millionen-Investition

West soll MYC erstmals im Frühling 2018 beauftragt und der Firma das Versprechen gegeben haben, dass er sie nicht nur für die Services bezahle, sondern auch 10 Millionen Dollar investieren würde. Voraussetzung sei gewesen, eine coole Video-Plattform für seine E-Commerce-Seite zu entwickeln. Das kleine Tech-Unternehmen habe in den folgenden 6 Monaten 80 Stunden pro Woche in Kanye Wests Projekt gesteckt, wie Gizmodo berichtet.

Doch damit nicht genug. West soll das Team auch aufgefordert haben, die Firmenzentrale vom Bundesstaat Pennsylvania nach Kalifornien zu verlegen und später nach Michigan. Im Sinne einer guten Partnerschaft habe sich MYC damit in hohe Kosten gestürzt: Insgesamt 7 Millionen US-Dollar soll sie selbst in das Projekt investiert haben.

Nachdem der Firma klar wurde, dass West keine Absicht hatte, seine Versprechungen und Vereinbarungen einzuhalten, wurde er mit dem Deal nochmals konfrontiert. West habe jedoch die Firma "geghostet", also den Kontakt und die Kommunikation vollständig abgebrochen. In den Folgemonaten habe er die MYC-Software fast 1 zu 1 für seine neue Online-Kirche Sunday Service übernommen.  

Stark verschuldet

Auch soll sich der Milliardär nicht an die Geheimhaltungsvereinbarung, also den Vertrag, der das Stillschweigen über Verhandlungen, Verhandlungsergebnisse oder vertrauliche Unterlagen festschreibt, gehalten haben. Das Unternehmen ist nun stark verschuldet. Es fordert vom Rapper Schadensersatz in der Höhe von 20 Millionen US-Dollar.

Leisten könnte er sich die Summe allemal. Er macht keinen Hehl daraus, zum Club der Milliardäre zu gehören, wie Forbes berichtet. Außerdem verdient er, eigenen Angaben zufolge, mit Sunday Service gut eine Million Dollar pro Nacht.

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