© APA/AFP/DENIS LOVROVIC / DENIS LOVROVIC

Digital Life
10/08/2020

Kind nicht wegen Maske gestorben: Bestatter kontert Fake News

Falsche Berichte über Kinder und Jugendliche, die durch das Maskentragen gestorben sein sollen, kursieren derzeit im Netz.

Maskengegner haben in den vergangenen Wochen wiederholt die Falschmeldung geteilt, Kinder in Österreich und Deutschland würden durch die Maske schwer erkranken oder seien sogar gestorben. Dabei wurde über mehrere 13-jährige Mädchen berichtet, es kursieren Behauptungen über insgesamt 4 tote Kinder im Netz.

Ein Sprecher der Anti-Corona-Bewegung „Querdenken“, Bodo Schiffmann, hatte das Gerücht verbreitet, ein Mädchen sei am Tragen einer Maske verstorben. Beweise gibt es für diese Aussage nicht. Schiffmann hatte dabei auch von einem "zweiten Fall" gesprochen, bei dem es sich um einen Jungen aus Nordrheinwestfalen handelt.

Respekt für Familie

Nun hat sich der Bestatter des Jungen auf Facebook gemeldet, um mitzuteilen, dass sein Tod nichts mit dem Coronavirus oder dem Tragen einer Maske zu tun hatte. Aus Respekt für die Familie des Kindes, mit der die Meldung laut Medienberichten abgesprochen ist, solle man diese Behauptungen nicht weiterverbreiten. 

Schiffmann erwähnt zudem ein weiteres 13-jähriges Mädchen, das im deutschen Germersheim verstorben ist. Auch hier gibt es keine Hinweise darauf, dass es sich um eine Folge des Maskentragens gehandelt hat. Die Polizei Oberfranken informierte zudem, dass die Meldung über ein 6-jähriges Mädchen, das im Schulbus wegen des Tragens einer Maske zusammengebrochen sein soll, falsch ist. 

Gefälschter Obduktionsbericht

Wie die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, gehen die Falschmeldungen auf einen Zeitungsartikel in der Tageszeitung „Rheinlandpfalz“ zurück. Dort wurde darüber berichtet, dass das Mädchen im Schulbus zusammengebrochen und später im Krankenhaus verstorben ist. Nachdem auf Social-Media-Plattformen falsche Behauptungen und ein gefälschter Obduktionsbericht auftauchten, veröffentlichte die zuständige Oberstaatsanwältin Angelika Möhling eine Mitteilung. Darin heißt es, die Ermittlungen würden andauern.

Ähnliche Falschmeldungen gibt es auch aus Österreich. So wurde laut AFP über 3.500 Mal ein Posting über verstorbene Kinder in Wien geteilt. Darin heißt es, „eine Ärztin“ habe bestätigt, dass in Wien 10 Kinder wegen einer Lungenpilzinfektion durch das Tragen von Masken im Spital liegen würden. Auch für diese Behauptungen gibt es keine Beweise.

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