Zur mobilen Ansicht wechseln »

Event Maker Faire: Hightech-Bastler treffen sich in Wien.

Maker Faire Vienna: Am 20. und 21. Mai wird Wien zur Hauptstadt der Maker
Maker Faire Vienna: Am 20. und 21. Mai wird Wien zur Hauptstadt der Maker - Foto: /Shamani
Bei der Do-it-yourself-Messe am Wochende in der Wiener METAStadt zeigen mehr als 900 Hightech-Bastler ihre Projekte und Ideen.

Eine Herde von Maschinenwesen, Fruchtgummi aus dem 3D-Drucker oder ein Gameboy im Eigenbau. Bei der Maker Faire, die am Samstag und Sonntag  zum zweiten Mal in Wien Station macht, geben Hightech-Bastler Einblick in ihre Ideen und Projekte. Im Zentrum des Bastlerfests stehen heuer die Themen Virtual Reality und Nachhaltigkeit, aber auch 3D-Druck, Elektronik, Roboter, Kunst und Design sowie klassisches Handwerk werden nicht zu kurz kommen.

Die Herde der Maschinenwesen
Auch eine Herde von Maschinenwesen wird bei der Maker Faire Vienna zu bestaunen sein - Foto: foolpool/Birgit Bode
Daneben gibt es ein umfangreiches Vortragsprogramm und für Besucher auch genügend Gelegenheit zum Mitmachen. Kinder können  spielerisch lernen, wie ein moderner Computer funktioniert oder aus alten Bauteilen neue Gegenstände zusammenstellen. Fortgeschrittene können sich am Basteln von musizierenden Robotern mit dem Minicomputer Raspberry Pi oder am Bau eines eigenen elektrischen Skateboards versuchen.

Gameboy im Eigenbau

Zu Gast bei dem Maker-Festival  wird auch der 18-jährige kroatische Bastler Albert Gajšak sein, der mit seiner Makerbuino, einer Spielkonsole zum Selberbauen, auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter Furore machte. Mit dem Gameboy im Eigenbau, der nicht viel mehr als 30 Euro kostet, will er Kindern die Grundlagen der Elektrotechnik vermitteln und auch Lust auf das Programmieren machen.

Virtual Reality

Die tschechische Elektronikfirma Nanotrik wird  ihr Projekt „Real Magic“ vorstellen, das Handbewegungen in der virtuellen Realität abbilden und auch zur Steuerung von Anwendungen nutzen will.  Einsatzmöglichkeiten für die Technik gibt es etwa im medizinischen Bereich oder in Computerspielen. Die Programmiercodes für das Projekt werden unter einer Open-Source-Lizenz verfügbar gemacht: „Wir wollen Nutzer nicht zwingen, proprietäre Technologie zu nutzen, die alle zwei Jahre ausgetauscht wird, damit die Hersteller mehr Geld verdienen können. Wir wollen eine fröhliche Community, die uns unterstützt, weil sie es will“, sagen die Entwickler.

Selber bauen

Mit Handfesterem beschäftigt sich die Wiener Initiative „Make your City“, die Selbstbauweisen im urbanen Umfeld untersucht. Auf der Maker Faire soll ein Werkzeugkasten für Selberbauer in der Stadt präsentiert werden. Darin werden unterschiedliche Ansätze skizziert, Materialien vorgestellt und technologische Entwicklungen erörtert.  „Bauen ist viel Arbeit, Technik kann dabei sehr hilfreich sein“, sagt „Make your City“-Mitinitiator Nikolas Kichler. Das Interesse am Selbstbau steige auch in Wien, erzählt der Archtitekt: „Derzeit gibt es rund 15 Initiativen, 15 weitere sind gerade im Entstehen.“

(futurezone) Erstellt am 19.05.2017, 13:46

Kommentare ()

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )

Dein Kommentar

Antworten folgen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?