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Digital Life
08/17/2020

Microsoft Bing gibt Übersicht über alle Corona-Impfstoffe

Einige Impfstoffe befinden sich bereits in der Zielgerade der Phase 3. Einen Überblick gibt es auch bei Bing.

Nachdem Russland mit dem ersten Impfstoff gegen Covid-19 auf den Markt geprescht ist und dafür herbe Kritik zahlreicher Forscher eingesteckt hat, hat die Microsoft-Suchmaschine Bing jetzt einen Überblick in seine Suche über die aktuelle Sachlage integriert.

Bing zeigt in einem Covid-19-Tracker ab sofort an, wie viele Impfstoffe in Entwicklung, in welcher Phase oder schon zugelassen sind. Mehrere Impfstoffe sind bereits sind bereits in der entscheidenden Phase 3 der Tests und kurz davor, zugelassen zu werden. Impfstoffe werden dringend benötigt, um die weltweite Pandemie in den Griff zu bekommen.

Coronavirus - Suche nach Impfstoff

Was die einzelnen Phasen bedeuten

In der Phase 1 werden Sicherheitstests im kleinen Umfang durchgeführt, in der Phase 2 werden diese Tests erweitert und in der Phase 3 kommt es zu Tests in großem Umfang. Insgesamt werden weltweit 177 Impfstoffe getestet, die Phase 3 haben sechs Impfstoffe erreicht. Der russische Impfstoff ist dort bereits zugelassen. Der Impf-Tracker von Bing geht allerdings nicht in die Tiefe - mehr über die einzelnen Impfstoffe erfährt man nicht.

Russland hat beispielsweise keine Studien nach internationalen Standards vorgelegt. Bei den Studien in Phase 3 weiß man, dass die Impfstoffe bereits an tausenden gesunden Menschen getestet werden. Getestet wird hier einerseits, ob der Impfstoff tatsächlich wirkt und ob er gut verträglich ist oder ob es zu gravierenden Nebenwirkungen kommt.

Mehrere Impfungen notwendig

Die Pharmafirma AstraZeneca, die den Impfstoff gemeinsam mit der Oxford University entwickelt, hat erste Ergebnisse für Ende August angekündigt. Auch der Impfstoffkandidat von Biontech aus Deutschland und des US-Partners Pfizer sowie des US-Konzerns Moderna sind in der Phase 3 angelangt, wie ORF.at berichtet. In Österreich forscht Bioscience an eine Impfstoff. Bioscience wurde allerdings vom US-Konzern Merck Sharp & Dohme übernommen.

Impfstoffexperte Christian Mandl geht davon aus, dass es mehrere Impfungen braucht, um wirklich einen Schutz gegen Covid-19 zu entwickeln. Das könne allerdings von Impfstoff zu Impfstoff abweichen. Bisherige Untersuchungen zeigen, dass bei den modernen Impfansätzen zwei Impfungen notwendig sein werden, um die Antikörperhöhe zu erreichen, die schützt.

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