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Digital Life

ORF-TVthek: "Sport-Großevents sind Publikumsmagnete“

Die mobile Nutzung von ORF-Online wird speziell für die Jungen immer wichtiger.

futurezone: Wie haben sich Corona und Lockdown und die Zeit danach auf die Nutzungszahlen der ORF-TVthek ausgewirkt?
Thomas Prantner: Die ORF-TVthek als größte österreichische Videoplattform hat sich als digitales Nachrichtenmedium hervorragend bewährt und einen wichtigen Beitrag zur Information der Bevölkerung über Covid-19 geleistet. 12 Millionen Visits im Monatsschnitt 2020 (Steigerung von plus 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) sowie heuer ein weiteres Plus auf 13,9 Millionen bis inklusive Juli verdeutlichen den enormen Bedarf der Userinnen und User nach Information via Streams sehr klar.

Zwischenzeitlich hieß es, dass die Internet-Kapazitäten in Österreich an ihr Limit geraten. Wie war es um die technische Infrastruktur der TVthek bestellt? Gab es Engpässe?
Wir haben schon beim ORF-TVthek-Relaunch im Frühjahr 2019 die technische Performance optimiert. Seit Beginn der Corona-Krise wurden die Kapazitäten noch mehrfach erweitert, um auf die hohe Nutzung der Pandemie-Berichterstattung insgesamt, aber auch auf weitere besondere Peaks (Regierungs-PK zum 1. Lockdown, Terroranschlag in Wien, Fußball-EM 2020) so gut wie möglich vorbereitet zu sein.

Wie war die Publikumsresonanz bei der EURO 2020?
Die in Kooperation mit der ORS bereitgestellten Streams zur EURO 2020 auf TVthek, sport.ORF.at und ORF Fußball waren absolute Top-Highlights. Das Elferschießen beim Finale Italien – England war mit einer Durchschnittsreichweite von 150.000 der stärkste ORF-Livestream seit Einführung der Online-Bewegtbildmessung. Die maximale Gesamtdatenrate von 695 Gbit/s bei Österreich gegen Italien ist ebenfalls Rekord. Sport-Großevents sind Publikumsmagnete, im Web ebenso wie im linearen TV.

Ursprünglich gab es den Plan, 2020 alle ORF-TV-Kanäle 24/7 live zu streamen.
Dieser Plan ist nach wie vor aufrecht, hat sich aber – coronabedingt – verzögert. Unser ORF-Online- und Technikteam arbeitet intensiv an der Umsetzung dieses „Live“-Moduls, das Teil der ORF-Player-Strategie ist.

ORF-Onlinechef Thomas Prantner

Schon länger wird über den ORF-Player als Mittelpunkt der Digitalisierungsoffensive gesprochen. Wie läuft die Entwicklung?
Der ORF-Player steht im Zentrum der Digitalisierungsstrategie und soll die Zukunft des ORF als modernes Multimedia-Unternehmen absichern. Zusätzlich zu dem neuen „Newsroom“-Modul stehen derzeit „Sound“ als Weiterentwicklung der ORF-Radiothek und „Live“ bei der Entwicklung im Fokus. Wesentliche Voraussetzung für den Erfolg unserer Strategie ist die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Digitalbereich, wie die 7-days-catch-up-Regel, die Ermöglichung von „Online first“- und „Online only“-Angeboten etc.  Auch ein gemeinsames Log-in heimischer Onlineangebote in Kooperation mit der APA zur Stärkung des Medienstandorts Österreich spielt eine zentrale Rolle in unseren Überlegungen.

Wie entwickelt sich die mobile bzw. App-Nutzung?
Die mobile Nutzung von ORF Online wird speziell für die Jungen immer wichtiger. Mit unseren ORF-Apps und den mobil optimierten Sites haben wir starke Angebote – sie erzielten im 2. Quartal 2021 insgesamt durchschnittlich 87,4 Millionen Visits pro Monat. Die knapp 12 Millionen Downloads von ORF-Apps – diese reichen von der ORF-TVthek, News und Sport über alle Radios und Bundesländer-Angebote bis zu den Specials Fußball und Ski alpin – belegen dies ebenfalls.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation zwischen futurezone und ORF-TVthek.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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