Digital Life
23.06.2018

Pokémon Go führte zu schwerer Prügelei mit Verletzungen und Anzeige

© Bild: Kurier/David Niedermayer

Pokémon Go war der Auslöser für einen Polizeieinsatz in einer deutschen Stadt. Zwei Männer kriegten sich in die Haare.

Eine Schlacht in der Welt der Online-Videospiele hat sich in das real existierende Ludwigshafen verlagert. Zwei Männer - 42 und 51 Jahre alt - gerieten bei Pokémon Go in der Stadt aneinander. Schließlich stieß der 42 Jahre alte Mann den älteren Spieler so heftig um, dass dieser Verletzungen erlitt und vom Rettungsdienst versorgt wurde, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

Bei „Pokémon Go“ jagen die Spieler kleine Monster, die sich scheinbar an realen Orten aufhalten. Zu sehen sind sie aber nur auf dem Handy-Display. Das Spiel wurde bereits millionenfach heruntergeladen und der große Hype rund um das Spiel war im Sommer 2016. Doch der Hersteller hat vor kurzem ein Update nachgeliefert, was das Spiel für viele wieder interessant gemacht hat.

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Bei dem Vorfall in Ludwigshafen bekämpften sich die zwei Männer am Freitagabend zunächst nur virtuell in verschiedenen Spielergruppen bei einer „Pokémon Go Arena“. Nach gegenseitigen Provokationen eskalierte der Streit schließlich. Nun hat der Angreifer den Polizeiangaben zufolge eine Anzeige wegen Körperverletzung kassiert.

Solche Vorfälle sind kein Einzelfall: Im Sommer 2016, als das Spiel gerade erschienen war, registrierte die Polizei in Großbritannien fast 300 Vorfälle - die Bandbreite reichte damals von Verkehrssünden, über Raub und Körperverletzung bis hin zu Sexualdelikten.