Digital Life 22.03.2018

Polizei veröffentlicht Video von tödlichem Uber-Unfall

© Bild: AP / ap

Neue Details zu dem Unfall mit dem selbstfahrenden Uber-Auto, der ein Menschenleben forderte.

Am Montag ist eine Frau bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto des Fahrdienstleisters Uber ums Leben gekommen. Nun wurde ein Video veröffentlicht, das die Sekunden vor dem fatalen Aufprall zeigt. Aufgezeichnet wurde es durch eine Kamera des Autos. Zu sehen ist eine dunkle Straße ohne Verkehr, bei dem die 49-jährige Elaine Herzberg, die ihr Rad schob, plötzlich aus dem Schatten in das Scheinwerferlicht des Autos tritt. Der selbstfahrende Volvo macht dabei keinerlei Anzeichen, zu bremsen.

Zugetragen hat sich der Unfall in der US-amerikanischen Stadt Tempe im US-Bundesstaat Arizona. Veröffentlich wurde das Video von der lokalen Polizei. „Das Video ist verstörend und herzzerbrechend anzusehen. Unsere Gedanken sind bei Elaines Lieben“, erklärt der Fahrdienstleister Uber in einer Stellungnahme. „Der Betrieb unserer Autos bleibt eingestellt und wir unterstützen Behörden auf lokaler, bundesstaatlicher und staatlicher Ebene, so gut wir können.“

Regulierungen

Der Fall könnte als Basis für künftige gesetzliche Regulierungen staatlicher Fahrzeug dienen. Die Polizei gab kurz nach dem Crash an, dass das Uber-Auto zwar zu schnell gefahren, an dem Crash aber nicht schuld sei. „Es ist klar, dass dieser Zusammenstoß in jedem Modus, ob autonom oder manuell, schwer zu verhindern gewesen wäre“, so Polizeichefin Sylvia Moir gegenüber dem „San Francisco Chronicle“.

Weitere Details zu dem Unfallhergang sind nicht bekannt. Fraglich bleibt, wieso der in das Uber-Auto integrierte Lidar-Sensor die Frau nicht rechzeitig gesehen hat. Die Technologie sollte eigentlich fähig sein, Menschen auf der Fahrbahn auch in der Dunkelheit zu erkennen.

Ermittlungen

Mittlerweile ist in Tempe auch ein Team der nationalen Behörde für Transportsicherheit (National Transportation Safety Board – NTSB) eingetroffen, um den Unfall zu untersuchen. Die Polizei wertet die Beweismittel ebenfalls noch aus und plant laut Bloomberg, den Fall an die Staatsanwaltschaft zu übermitteln, die feststellen muss, wem an dem Unfall die Schuld trifft.

( futurezone ) Erstellt am 22.03.2018